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ASD schließt sich Streik an

Neumünster ASD schließt sich Streik an

Die Streikfront der Erzieher wird immer breiter: Jetzt haben sich auch Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) dem Streik der Beschäftigten der städtischen Kitas angeschlossen und sind in den Ausstand getreten. Das betrifft insbesondere die Bezirkssozialarbeit.

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Rund 250 Mitarbeiter der städtischen Kitas und des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) trugen sich am Donnerstag im „Kiek in“ in die Streiklisten ein.

Quelle: Leng

Neumünster. „Die gesellschaftlichen Problemlagen werden immer massiver. Das bekommen wir deutlich zu spüren und leiden unter einer stetig steigenden Arbeitsbelastung“, begründete Mechthild Grünwald vom ASD am Donnerstag bei einem Streikcafé im „Kiek in“. „Wir arbeiten gerne. Wir fordern aber, dass unsere Tätigkeit durch eine höhere Gehaltseingruppierung gesellschaftliche Anerkennung erhält“, meinte Kollegin Susanne Schnack.

 Der Aufruf der Gewerkschaften zum Streikcafé fand große Resonanz. Rund 250 Mitarbeiter der Kitas und des ASD trugen sich in die Streiklisten ein. „Die Arbeit in der Stadtverwaltung wird für die Beschäftigten immer belastender. Durch verzögerte Personalaufstockungen bei zusätzlichen Aufgaben – unter anderem großen Bauvorhaben und die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge – , veränderte Arbeitsbedingungen in den Kitas und Verzögerungen bei Stellennachbesetzungen kommt es verstärkt zu Überlastungssituationen, die nicht mehr hinnehmbar sind“, betonte Sabine Heidebrecht-Rüge, die wiedergewählte Vorsitzende des Personalrats der Stadt Neumünster, die Wichtigkeit des Streiks. Das sei Haushaltskonsolidierung auf dem Rücken der städtischen Mitarbeiter. „Dieser Entwicklung müssen wir als Personalrat Einhalt gebieten“, so Heidebrecht-Rüge. Sie erhielt für ihre Rede von den Streikenden tosenden Applaus.

 Der Ausstand der ASD-Mitarbeiter ist zunächst bis zu diesem Freitag begrenzt. Es sei aber davon auszugehen, dass er in der kommenden Woche fortgesetzt werde, so ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Von dem Streik ist die Unterhaltsvorschusskasse nicht betroffen.

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