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Belastete Betonröhre wird zersägt

Neumünster Belastete Betonröhre wird zersägt

Auf der Baustelle zur Öffnung der Schleusau am Museum Tuch + Technik sind Arbeiter in Schutzanzügen und Atemschutzmasken damit beschäftigt, die mit krebserregenden Schadstoffen belastete Betonröhre abzubrechen.

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Arbeiter sind in Schutzanzügen und mit Atemschutzmasken dabei, die schadstoffbelastete Betonröhre abzubrechen, in der die Schleusau gleich neben dem Museum Tuch + Technik fließt.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Das Areal liegt am Abfluss aus dem Innenstadtteich in Richtung Schleusberg in Neumünster. Die Umgebung soll zukünftig mit einem offenen Wasserlauf aufgewertet werden.

Als sich im vergangenen November, wie berichtet, herausstellte, dass die Betonschale und auch die Betonwanne auf rund 40 Metern Länge erhöhte Konzentrationen so genannter polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) aufweisen, die krebserregend sind, wurden die Abbrucharbeiten kurzerhand eingestellt. Die Betonröhre wurde mit einer dicken Schutzfolie eingehüllt, um Kontaminationen der Umgebung zu vermeiden, und die Baustelle geschlossen.

 Nach langer Suche konnte die Stadt jetzt eine Spezialfirma verpflichten, die mittlerweile begonnen hat, unter größten Sicherheitsmaßnahmen für die Mitarbeiter und das nahe Umfeld in einem speziellen Nassschneideverfahren die Röhre in einzelne Segmente zu zersägen. Dafür wurde die Baustelle komplett mit Planen umhüllt. „Die Sägearbeiten werden unter einem geschlossenen Schutzzelt ausgeführt“, berichtet Thomas Lange von der städtischen Bauverwaltung, auch wenn bei diesem Verfahren keine Staubemissionen anfallen würden.

 Damit das Wasser der Schleusau nicht mit Betonspänen kontaminiert wird, ist das Sperrwerk am Teich geschlossen worden. Sollte dennoch Wasser durchdringen, wird es noch vor der Baustelle in den Teich zurückgepumpt. Das beim Schneiden anfallende Wasser wird aufgefangen, gebunden und in geschlossenen Behältern fachgerecht entsorgt.

 Die vorab bei einem Probeschnitt vor Ort gemessenen Werte in der Luft hätten keine erhöhten Schadstoffkonzentrationen ergeben, so Thomas Lange. „Laboruntersuchungen der entnommen Probe haben Schadstoffbelastungen nur im geringen Spurenbereich ergeben“, berichtet der Bauexperte. Wie lange die Arbeiten dauern werden, sei noch nicht genau bestimmbar. „Wir rechnen zunächst damit, dass der Abbruch bis Ende August dauern wird“, so Lange.

 Die Kreuzung von Schleusberg, Bahnhofstraße und der Straße am Teich gleich nebenan ist in den vergangenen Wochen umgebaut und erneuert worden. Über Bahnhofstraße und Fabrikstraße ist ab Herbst das Parkdeck auf dem Dach des neuen ECE-Einkaufzentrum Holsten-Galerie zu erreichen. Dafür wurden neue Abbiegespuren gebaut und die gesamte Kreuzung neu asphaltiert.

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