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„Room 28“ lässt Schüler erschauern

Ausstellung Neumünster „Room 28“ lässt Schüler erschauern

Elftklässler der Waldorfschule Neumünster durften am Dienstag als erste die Ausstellung „Room 28“ anschauen, in der das tschechische Konzentrationslager Theresienstadt thematisiert ist. Kern der Schau ist ein nachgestelltes Mädchen-Zimmer. Bis 23. März ist „Room 28“ auch der Öffentlichkeit zugänglich.

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Waldorfschüler zeigten sich in der Ausstellung „Room 28“ beeindruckt von dem Nachbau eines der Zimmer des Kinderhauses im Konzentrationslager Theresienstadt.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Bedrückte und entsetzte Mienen waren gestern in der Waldorfschule zu sehen: Elftklässler hatten als erste die Gelegenheit, die Wanderausstellung Room 28 zu sehen. Sie informiert auf 22 Tafeln über das tschechische Konzentrationslager Theresienstadt, das 1941 von den Nazis dort in der alten Festung eingerichtet wurde.

 Kernpunkte der Ausstellung sind das damalige Mädchenwohnheim und die Bewohnerinnen des Zimmers 28. Bis zu 30 Mädchen lebten in dem nur 30 Quadratmeter großen Raum. Im Mittelpunkt der Schau steht eine Nachbildung des Zimmers, die allerdings etwas kleiner ausgefallen ist als das Original. „Die hier gezeigten dreistöckigen Betten und ein Tisch mit Holzbänken waren das einzig vorhandene Mobiliar“, erläuterte die Initiatorin der Ausstellung, Hannelore Brenner-Wonschick. Für die Mädchen sei es eine bedrückende Situation gewesen, da sie wussten, dass das KZ das Sammellager für die Transporte zum Vernichtungslager Auschwitz war.

 Auf die Idee, die Ausstellung in die Waldorfschule zu holen, war eine zehnte Klasse nach einem einwöchigen Aufenthalt in Tschechien gekommen. Dort hatten sie im Rahmen eines Praktikums Theresienstadt besichtigt. „Viele von uns haben geweint und die Stimmung war einfach schrecklich“, berichteten Lene Brosowski und Selina Harder. „Wir sind danach schnell auf diese Ausstellung aufmerksam geworden und fanden es wichtig, sie den Schülern zugänglich zu machen“, erklärte der Geschäftsführer der Schule, Frank Schade. Noch bis zum 23. März ist die Ausstellung auch für die Öffentlichkeit an den Nachmittagen zu sehen: Waldorfschule (Roschdohler Weg 144), montags bis freitags, 14 bis 16 Uhr.

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