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B-Plan auf dem Weg

Nortex-Erweiterung B-Plan auf dem Weg

Einstimmig hat der Bau- und Planungsausschuss die dritte Änderung für den B-Plan 123 Grüner Weg und die geplante Nortex-Erweiterung auf den Weg gebracht – allerdings erst nach Streit voller Debatte, ob zwei zusätzliche Grundstücke, die dem Unternehmen gehören, einbezogen werden sollen.

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Das B-Plan-Verfahren für die Erweiterung des Modehauses am Grünen Weg ist angelaufen.

Quelle: Leng

Neumünster. Eigentlich hatte man auf schnelles Abhaken des Tagesordnungspunktes hoffen dürfen. Schließlich hatten Prof. Hans-Jörg Birk als rechtlicher Berater der Stadt und auch die Gutachter Junker & Kruse letztlich den Ratsentscheid vom Mai 2014 mit besagter „Lex Nortex“ als in Einklang zu bringen erklärt mit Neumünsters Einzelhandels- und Zentrenkonzept.

 Die SPD bestand mit einem Änderungsantrag von Ratsmitglied Franka Dannheiser darauf: „Die Erweiterung um die beiden Flurstücke halten wir für nicht erforderlich.“ Stadtplaner Bernd Heilmann hielt dagegen: Durch die geplante Erweiterung des Gesamtkomplexes einschließlich Lebensmittelmarkt (um einen bereits 2010 genehmigten Anbau von 2600 Quadratmetern) entstünden „Stellplatznotwendigkeiten“ für das Unternehmen Nortex.

 „Großflächiger Einzelhandel ohne die notwendigen Stellplätze funktioniert nicht“, sagte Heilmann. Und nannte als Beispiele: „Beim Direktvermarktungszentrum Designer Outlet Center in Wittorf und bei dem ECE-Projekt Holsten-Galerie in der Innenstadt haben wir die für Parknutzung vorgesehenen Flächen auch mit in das Plangebiet aufgenommen.“ Sämtliche Flächen, die einem Sondergebiet zuzuordnen seien, sollten darin verankert sein. Genau diese Lösung würde auch das Innenministerium präferieren.

 „Warum sollen wir das tun?“, wollte SPD-Ausschussmitglied Elke Christina Roeder wissen. „Nur weil wir von vornherein eine negative Stellungnahme des Innenministeriums befürchten?“ Auf Anfrage gab Heilmann zu: „Ja, die Firma Nortex hat Nein zu unseren Vorstellungen gesagt.“

 „Ich vertraue da auf unsere Stadtplaner“, meldete sich der Grüne Thomas Krampfer zu Wort. Schließlich standen sein Votum und das der CDU gegen den Änderungsantrag, den außer der SPD auch das Bündnis für Bürger im Planungsausschuss stützte.

 Nortex-Geschäftsführer Kai Först erklärte auf Anfrage dieser Zeitung: „Bei den beiden Flurstücken handelt es sich derzeitig um Mischgebiete. Bei Einbeziehung in den B-Plan wären wir in künftigen Nutzungsentscheidungen eingeschränkter. Wir sehen keinen Vorteil in dieser Lösung.“

 Die Fortschreibung von Neumünsters Einzelhandels- und Zentrenkonzept nach dem Gutachter-Spruch hatte der Bau- und Planungsausschuss zuvor (auf Vorschlag Elke Christina Roeder sogar „wohlwollend“) zur Kenntnis genommen.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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