16 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Die Baumaschinen rücken an

Bad am Stadtwald Die Baumaschinen rücken an

Baustelle im Bad am Stadtwald in Neumünster: Die Außenbecken sind 45 Jahre alt und müssen dringend erneuert werden. Auf dem Gelände regieren seit Montag die Handwerker. Das neue Hallenbad mit Cabrio-Dach soll im Herbst 2017 stehen. Die Kosten sind auf über 10 Millionen Euro gestiegen.

Voriger Artikel
Schwerer Verkehrsunfall in Neumünster
Nächster Artikel
Dem tiefen Selbst begegnen

Es sieht alles ruhig aus am Nichtschwimmerbecken im Bad am Stadtwald, doch seit Montagfrüh haben hier die Handwerker das Sagen. Bauzäune sind aufgestellt, eine Baustraße wird angelegt, Pflaster aufgerissen und Fliesen abgetragen.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Still ruht der See. Und nicht einmal mehr der. Im Bad am Stadtwald herrscht im Außenbereich gähnende Leere. Das Wasser ist aus dem großen Nichtschwimmerbecken abgelassen worden, und schon am Montagmittag war die Rutsche demontiert. Die Handwerker haben jetzt das Sagen. Bis zum Herbst kommenden Jahres soll hier eine neue Halle stehen – mit Cabrio-Dach.

Die Modernisierung des Bads am Stadtwald hat pünktlich begonnen. 45 Jahre sind die Außenbecken alt und dringend sanierungsbedürftig. Jetzt werden sie abgerissen. Die ersten Bauarbeiter rückten schon um 6.30 Uhr an, um Bauzäune aufzustellen, eine Baustraße für die großen Maschinen anzulegen. Und dann ging es auch schon an die ersten Abbrucharbeiten. Pflastersteine wurden aufgenommen, die ersten Fliesen zerschlagen. Um 8 Uhr starteten zwei Monteure mit dem Abriss der Rutsche am Nichtschwimmerbecken. Das Zwölf-Meter-Teil wiegt immerhin 1,5 Tonnen. Die beiden Monteure der Firma Wiegand aus der Nähe von Fulda hatten mittags bereits die Rutsche demontiert, am Nachmittag sollte die Treppe folgen.

Ab Donnerstag begleitet der Kampfmittelräumdienst die Abbrucharbeiten. Da das Bad in der Nähe des Flugplatzes liegt, gibt es ein Augenmerk auf Altlasten.

In zwei Bauabschnitten wird das Bad am Stadtwald in zwei Jahren aufgehübscht. Bis Herbst 2017 entsteht nach dem Abriss des Nichtschwimmerbeckens an gleicher Stelle ein neues 50-Meter-Hallenbad-Becken mit acht Schwimmbahnen und dem Cabrio-Dach, das sich bei gutem Wetter öffnen lässt. „Zur Liegewiese hin können auch große Tür-Elemente geöffnet werden“, berichtet Tom Keidel, Leiter des Bads am Stadtwald.

Die Eröffnung des neuen Hallenbads ist in einem Jahr geplant, doch dann wird im zweiten Bauabschnitt bis Herbst 2018 das heutige 50-Meter-Sportbecken im Freibad rückgebaut und ein kleineres Nichtschwimmerbecken errichtet. Auch das Sprungbecken mit dem Drei-Meter-Turm wird saniert.

Ursprünglich waren 9,6 Millionen Euro eingeplant, „die Ergebnisse der europaweiten Ausschreibung lagen jedoch über unserem veranschlagten Budget“, so Tom Keidel. So rutscht die Investitionssumme über die 10-Millionen-Euro-Marke.

Der Betrieb im Bad am Stadtwald läuft derweil weiter. Die Freibadsaison ist regulär am Sonntag zu Ende gegangen, im Sportbecken draußen sind jetzt nur noch die Schulen, Vereine und die Frühschimmer. „Mit der neuen Schwimmhalle werden wir flexibler“, freut sich der Bad-Leiter. Wenn dann die Sonne im September noch scheint, werden Dach und die Seitenwand geöffnet.

Ab 4. Oktober wird zum letzten Mal die Traglufthalle über dem Sportbecken aufgebaut und am 31. Oktober in Betrieb genommen. Im Frühjahr gehört dieses Konstrukt der Vergangenheit an.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3