22 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Bahn zieht es auf die Fläche

Verladestation für Splitt Bahn zieht es auf die Fläche

Nicht nur im historischen Lokschuppen ist wieder Leben eingekehrt. Der benachbarte Umschlagplatz der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft (NEG) wird neben der Verladung von Holz und Spezialcontainern für ein Rendsburger Betonwerk ab Ende Mai zentrale Verladestation für Splitt zum Ausbau der A7.

Neumünster. Die Bahn-AG wird in den kommenden Wochen dort eine Gleisbau-Logistikfläche aufbauen.

 Die Zeiten des Dornröschenschlafes der rund 94 Hektar großen Brachfläche zwischen dem ehemaligem Güterbahnhof und dem Messegelände der Holstenhallen scheinen vorbei zu sein. Im Bereich des historischen Lokschuppens an der Brückenstraße tut sich Gewaltiges. Die ungenutzten Abstellgleise westlich des Hauptschienennetzes zwischen Stellwerk und der Max-Johannsen-Brücke werden in den kommenden Wochen großenteils demontiert werden. „Dort wird die Bahn AG in Absprache mit uns eine Gleisbau-Logistikfläche einrichten“, bestätigt NEG-Geschäftsführer Ingo Dewald. Die Bahn plane in den kommenden drei Jahren die Gleisanlagen der Strecken Neumünster-Flensburg, Neumünster-Kiel und Elmshorn-Sylt in mehreren Etappen komplett zu erneuern. Da sei es naheliegend, für die dafür benötigten immensen Mengen an Baumaterial in Neumünster einen zentralen Lager- und Umschlagplatz einzurichten, erklärte ein Sprecher der Bahn-AG.

 Auch der NEG-Umschlagplatz brummt: Rund 100000 Tonnen Bruchholz aus ganz Schleswig-Holstein werden dort jährlich von Lastwagen auf die Schiene verladen. Wöchentlich setzen rund 60 Spezialcontainer mit einem Zement- und Kalksandsteingemisch, die per Güterzug nach Neumünster transportiert werden, ihre Reise per Lastwagen zu einem Betonwerk in Rendsburg fort.

 „Die Anlage hat jetzt die Grenzen der Auslastung erreicht“, erklärt NEG-Geschäftsführer Dewald. Er hofft, dass bald der angekündigte Bau eines Kombiverkehrs-Terminal an gleicher Stelle starten kann. Noch seien die Verhandlungen mit dem Kieler Wirtschaftsministerium über Fördermittel für das Fünf-Millionen-Euro-Projekt nicht abgeschlossen. Wenn der Terminal seinen Betrieb aufnimmt, sollen Sattel-Auflieger im sogenannten „Nachtsprung“ über die Schiene in das Ruhrgebiet und nach Frankfurt transportiert werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige