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Barocke Allee ist wieder komplett

Neupflanzungen am Saldern-Haus Barocke Allee ist wieder komplett

Es ist der Hallimasch-Pilz, der die Bäume von innen auffrisst. Die barocke Lindenallee, die von der Boostedter Straße zum Caspar-von-Saldern-Haus in Neumünster führt, bröckelt. Jetzt konnten dank großer Spendenbereitschaft wieder Lücken gefüllt werden.

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Mit vereinten Kräften wurde Winterlinde Nummer 7 eingepflanzt. Neumünsters Gilden, Serviceclubs und der Förderverein des Caspar-von-Saldern-Hauses (links Präsident Gerd Sigel) haben dieses Jahr sieben Jungbäume spendiert, um die Allee wieder bis an die Boostedter Straße heranzuführen. Aber auch in der Mitte musste eine Lücke geschlossen werden.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Immerhin dürfte die Allee 270 Jahre alt sein, wenn sie gleichzeitig mit dem Bau des Hauses 1744-1746 angelegt wurde. Mehr und mehr Bäume klingen hohl, rund 40 der 60 Winterlinden sind in den vergangenen Jahren bereits ausgetauscht worden. Jetzt konnten sieben junge Linden gepflanzt werden – die Allee präsentiert sich komplett und verlängert, denn sie reicht nun wieder bis an die Boostedter Straße.

 Für den siebten Baum legten jetzt Vertreter der beiden Neumünsteraner Gilden und der Service-Clubs Inner Wheel, Lions Neumünster-Holsten, beider örtlicher Rotary-Clubs sowie des Fördervereins des Caspar-von Saldern-Hauses Hand an, um ihn einzupflanzen. Die Allee ist rund 100 Meter lang und die älteste im Stadtgebiet. Fördervereins-Vorsitzender Gerd Sigel dankte den Spendern und der Stadt, die für die Pflanzungen gesorgt hatte.

 Doch der Förderverein hat nicht nur die Bäume der Allee im Sinn. Sigel ist sich sicher, dass der Park in früheren Zeiten dichten Baumbestand hatte, vor allem mit Maronen. So eine Ess-Kastanie soll im Herbst symbolisch in den Park gepflanzt werden. Renate Werner vom Förderverein kann sich den historischen Garten voller Bäume gut vorstellen, lediglich dicht am Haus dürfte eine kleine Rasenfläche gewesen sein, ein „Pleasureground“.

 Direkt an den Gartensaal schloss eine Galerie an, etwa 1,80 Meter tief. Diese Terrasse soll nun nachgebildet werden. „Der Denkmalpfleger hat uns das schon zugestanden“, sagt Sigel, er hofft optimistisch, noch in diesem Jahr die Galerie fertigzustellen – „mit einem Granit-Belag“. Und ein Abgang mit sechs Stufen wird dann in den Park führen...

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