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Marlon mag die Flattermänner

Bat-Night im Infozentrum Dosenmoor Marlon mag die Flattermänner

Fledermäuse standen am Wochenende im Fokus der Besucher des Infozentrums Dosenmoor. Rund 170 Besucher kamen am Sonnabend zur zweiten Bat-Night, die mit einem kurzweiligen Rahmenprogramm am Nachmittag startete.

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Marlon Hartwich aus Tungendorf ist Fledermaus-Fan. Bei der Bat-Night im Infozentrum Dosenmoor hat er sich eine schaurige Fledermausmaske und einen Mini-Flattermann gebastelt.

Quelle: Leng

Neumünster. Mit einer schaurig-schönen Fledermausmaske sauste Marlon Hartwich durch den großen Ausstellungssaal des Infozentrums. Der Siebenjährige ist absoluter Fan der Nachtschwärmer. „In unserem Garten in Tungendorf gibt es leider keine Fledermäuse“, beklagte der Knirps. Bei seiner Großmutter in Wiesbaden habe er die Flattermänner kennen und lieben gelernt. „Die fliegen nur nachts und ernähren sich von Stechviechern“, gab Marlon sein Expertenwissen preis. An einem Basteltisch hatte er sich einen Mini-Flattermann gestaltet. Auch Maja Hünker zählt zu den Fledermaus-Fans. Sie hatte sich gedacht, dass eine Fledermauskappe bestimmt die richtige Kopfbedeckung für die Bat-Night wäre.

 Es war die zweite Auflage der Bat-Night im Infozentrum Dosenmoor, die zusammen mit dem Nabu-Neumünster und dem Fledermauszentrum Noctalis aus Bad Segeberg organisiert worden war. Dass Neumünster dafür ein passender Ort ist, zeigte der Bericht der Artenschutzbeauftragten von der städtischen Naturschutzbehörde Anja Schubring. „Von den 16 Fledermausarten in Schleswig-Holstein sind zwölf auch in Neumünster beheimatet, darunter die kleine Mückenfledermaus und auch die sehr seltene Bechstein-Fledermaus“, so die Expertin.

 In den städtischen Waldgebieten seien mittlerweile zum Erhalt der Arten rund 310 Fledermauskästen installiert worden. „Durch den stetig sinkenden Bestand alter Bäumen und auch die energetische Sanierung der Außenfassaden von Häusern verlieren die Fledermäuse immer mehr die Grundlage, sich in Höhlen zurückziehen zu können“, beklagte Schubring und forderte die Besucher auf, an ihren Häusern Fledermauskästen anzubringen. Die Kästen sollten so aufgehängt werden, dass Katzen sie nicht erreichen können und in einem Winkel von 90 Grad ein hindernisfreier Anflug möglich ist, berichtete Noctalis-Geschäftsführerin Anne Ipsen. In der abendlichen Dämmerung machten sich dann Gruppen auf zu einer Wanderung in das Dosenmoor, um im Licht des Vollmonds die eleganten Flieger zu beobachten.

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