18 ° / 16 ° Sprühregen

Navigation:
Besuch aus Fernost in Neumünster

Behrendt Recycling Besuch aus Fernost in Neumünster

Eine Delegation aus Japan war am Dienstag bei Behrendt Recycling in Neumünster, um dort ausgezeichnete und fortschrittliche Strategien kennen zu lernen. Die 14 Asiaten gehören zur Gruppe 3R Recycling. Ihre Aufgabe ist unter anderem, neue Techniken zu besichtigen und daraus zu lernen.

Voriger Artikel
Weniger Arbeitslose im Mai
Nächster Artikel
Weiter auf Wachstumspfad

Bei der Stippvisite einer Delegation von Maschinenbau-Experten aus Japan bei der Frima Behrendt Recycling wurde ein rund 350 Tonnen schwerer Berg ausrangierter Waschmaschinen bestaunt.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Wie Elektroschrott für das Recycling vorbereitet wird, studierte eine Delegation japanischer Maschinenbauer und Wirtschaftsexperten bei dem Neumünsteraner Unternehmen Behrendt Recycling.

 Mit einer Dolmetscherin legte gestern die 14-köpfige Delegation aus Japan auf dem Betriebshof der Firma Behrendt Recycling an der Leinestraße einen Stopp ein. Begrüßt wurden sie von den Geschwistern Tabea und Tammo Behrendt, den beiden Geschäftsführer des Unternehmens. Die 14 Japaner sind Mitglieder der Arbeitsgruppe „3R Recycling“ der japanischen Vereinigung für Industriemaschinen. Ein Tätigkeitsbereich der Arbeitsgruppe besteht darin, sowohl in Japan als auch im Ausland ausgezeichnete und fortschrittliche Recyclinganlagen zu besichtigen und davon zu lernen. Der Kontakt zu dem Neumünsteraner Unternehmen wurde vor zwei Monaten über eine österreichische Agentur geknüpft und die Stippvisite vereinbart.

 „Wir sind ein Familienbetrieb, der vor 110 Jahren gegründet wurde“, begann die Informationsrunde durch Tabea und Tammo Behrendt. Rund 30000 Tonnen Elektroschrott werden in der dafür vorhanden Sortieranlage zerkleinert und nach Materialien sortiert, berichtete Tabea Behrendt, die für die kaufmännischen Angelegenheiten zuständig ist. Der Schrott stamme aus Schleswig-Holstein, Hamburg und dem südlichen Dänemark. Die Japaner machten ausführliche Notizen in Schreibblöcken, und die ersten hatten bereits Fotoapparate und Handys gezückt, um zu fotografieren.

 Unter Führung von Tammo Behrendt, der für die technische Entwicklung der Sortieranlage verantwortlich zeichnet, ging es zu der Aufbereitungshalle. „Erst werden auf einem Laufband sämtliche Gefahrenstoffe wie Batterien, Kondensatoren und auch Toner von Druckern per Hand entfernt“, erläuterte er. „Über eine Zerkleinerungsmaschine, geht der Weg des Elektroschotts zu weiteren Sortieranlagen, bis schließlich in Containern die einzelnen Wertstoffe wie Kupfer, Stahl und weitere Bestandteile sauber getrennt sind und dann auf die Reise zu verarbeitenden Betrieben wie Kupferhütten gehen.“

 Die Japaner bewiesen mit vielen Fragen höchste Wissbegierde – und bis ins Detail wurde die Recycling-Anlage fotografiert.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Neumünster Events

Veranstaltungen in
Neumünster. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3