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Gewehrpatrone im Garten ausgegraben

Gefährlicher Fund in Neumünster Gewehrpatrone im Garten ausgegraben

Was tun, wenn Grundstückseigentümer in ihrem Garten vermeintliche Munition aus dem Zweiten Weltkrieg finden, so wie Hannes Möbius jetzt in Brachenfeld? Nicht Böses ahnend hatte sich der Vater von drei kleinen Kindern auf einem verwilderten Teil seines Gartens daran gemacht, dem Wildwuchs ein Ende zu bereiten. „Beim Graben traf meine Schaufel einen harten Gegenstand“, berichtet Möbius.

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Hannes Möbius hat in seinem Garten diese gut erhaltende Gewehrpatrone gefunden. Es handelt sich dabei vermutlich um Munition der englischen Besatzungstruppen zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Als er vorsichtig mit den Händen das Erdreich durchsuchte, zog er schließlich eine äußerlich intakte Gewehrpatrone aus dem Untergrund. „Da habe ich zunächst einen ziemlichen Schrecken bekommen“, so der Gartenfreund. Es dürfte sich um gefährliche Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg oder der englischen Besatzungstruppen in den Jahren danach handeln, war seine erste Vermutung. Die Patrone lagerte er gut gesichert in seinem Gartenschuppen. Doch was nun unternehmen? Auf den Ratschlag eines Nachbarn informierte er die Polizei.

 „Herr Möbius hat absolut richtig gehandelt“, erklärt dazu Polizeisprecher Rainer Wetzel. In solchen Fällen werde die Polizei aktiv und kümmere sich um die fachgerechte Entsorgung. „Der Finder sollte es allerdings möglichst vermeiden, gefundene Munition zu berühren. Es besteht das Risiko, dass sie zündet und es dadurch zu schweren Verletzungen kommen kann“, warnt Wetzel.

 Auch der Chef der Neumünsteraner Ordnungsbehörden, Udo Wachholz, lobte das umsichtige Verhalten des Brachenfelder Gartenbesitzers. „Er hat damit die Auflagen der geltenden Landesverordnung zur Abwehr von Gefahren durch Kampfmittel erfüllt“, so Wachholz. Danach ist jeder, der Kampfmittel, egal ob es sich dabei um Gewehrpatronen, Waffen oder größere Sprengkörper handelt, verpflichtet, unverzüglich die örtlichen Ordnungsbehörden über seinen Fund zu benachrichtigen. Auf keinen Fall dürfen diese Funde, auch die von Hannes Möbius geborgene Patrone, in die häusliche Mülltonne entsorgt werden. „Die Gefahr ist zu groß, dass es bei der weiteren Behandlung des Mülls, zu einem Unglück kommen kann“, erklärt Udo Wachholtz.

 In dem Fall Möbius sei es nicht notwendig, den Kampfmittelräumdienst einzuschalten. „Wir gehen davon aus, dass keine weitere Munition auf dem Grundstück vorhanden ist“, so der Chef der Ordnungsbehörden.

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