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Junges Publikum blieb noch aus

Latin-Strings-Konzert Junges Publikum blieb noch aus

Das Streichquartett Latin Strings lud im Caspar-von-Saldern-Haus zu einer imposanten Reise in die Welt der südamerikanischen Rhythmen von Tango, Bossa Nova und Samba ein. Das Ziel des Fördervereins des Saldern-Hauses, mit dem Konzert auch jüngere Zuhörer anzulocken, wurde jedoch nicht erreicht.

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Die Musiker des Streichquartetts Latin Strings mit Inés Villaroel (von links), Kathya Vidal, Erika Campos und Alonso del Rio ließen das Herz von Tango-Fans höher schlagen.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. „Schade“, meinte Renate Werner vom Förderverein der Edelimmobilie, als sie am vergangenen Sonntag beim Konzert des Streichquartetts nur rund 40 Zuschauer zählen konnte. Mit dem Auftritt des Quartetts, alles junge Studierende der Musikhochschule Lübeck, hatte insbesondere ein jüngeres Publikum angesprochen werden sollen. Das misslang allerdings. „Es muss sich wohl erst herumsprechen, dass wir in unserem Jahresprogramm zusammen mit dem Förderkreis der Musikhochschule und dessen Projekt musikERkennen nicht nur jungen Musikern ein Podium geben wollen, sondern auch jungen Zuhörern etwas Besonderes anbieten“, meinte Renate Werner optimistisch in die Zukunft blickend.

 Alle, die dem Konzert ferngeblieben sind, dürfen sich ärgern, denn sie haben einen außergewöhnlichen Musikgenuss verpasst. Dass die vier Musiker mit Inés Villaroel (1. Geige), Kathya Vidal (2.Violine), Erika Campos (Bratsche) und Alonso del Rio (Cello), die alle aus Chile und Argentinien stammen, südamerikanische Rhythmen in ihrem Blut haben, bewiesen sie mit hoch konzertanten Kompositionen von begnadeten Landsleuten. So begeisterte das Quartett mit dem Tango „Por una Cabeza“ von Carlos Gardel – ein klassischer Tango, der zum Tanzen einlud. Darauf folgte der hochfiligrane Neo-Tango „Tanguedia“ aus der Feder von Astor Piazolla. Ein harmonisch und rhythmisch vertraktes Werk, das von den Instrumentalisten aber mit Bravour abgeliefert wurde. Das sie aber auch das „normale Geschäft“ eines Musikstudenten beherrschen, bewiesen die vier Streicher mit einem Satz aus dem „Streichquartett in C-Dur“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

 Zum Konzept des Projektes musikERkennen gehört es, dass die Musiker ihre Auftritte als Gespächskonzerte konzipieren. So erfuhren die Zuschauer viel Wissenswertes über die Kompositionen und ihre Schöpfer. Es waren sogar Fragen aus dem Publikum zugelassen. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht.

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