25 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Mit richtig guten Noten in der Tasche

Bestes Abi Neumünster Mit richtig guten Noten in der Tasche

Ein Mal 0,7, vier Mal 0,9 und ein Mal 1,0 ist die stolze Abitur-Notendurchschnitt-Bilanz des Alexander von Humboldt Gymnasiums (AHS) in Neumünster-Einfeld in diesem Jahr.

Voriger Artikel
Erster Filmpreis für den Nachwuchs
Nächster Artikel
Nur 24 Jungstörche kamen durch

Anne Mittelstät (von links), Jan-Philip Kipcke und Janina Ingwersen haben ihr Abitur an der Alexander von Humboldt-Schule mit der Note 0,9 bestanden.

Quelle: Gunda Meyer

Neumünster. Aber wie wird man so gut, und was macht man mit einem Spitzen-Abitur nach der Schule? Wir haben bei den besten Abiturienten Neumünsters nachgefragt.

Deniz Göcebe (19) hat mit 881 Punkten das beste Abitur der Stadt gemacht. Derzeit erholt sich der Einfelder in der Türkei vom Abitur-Stress, später möchte er Medizin in Süddeutschland studieren. „Ich habe mich für das Studium der Humanmedizin beworben, weil ich anderen dabei helfen möchte, ein glücklicheres Leben zu führen.“ Er könnte sich aber auch vorstellen, in die Forschung zu gehen: „Autismus ist ein Bereich, den ich sehr spannend finde.“

Der Weg ins Medizinische liegt für ihn familiär bedingt nahe. „Meine Schwester ist promovierte Psychologin, und meine Mutter betreibt eine zahnmedizinische Praxis. Daher habe ich das Studium eigentlich immer als selbstverständlichen Weg gesehen.“ Er freue sich über die Bestnote, sehe Schule aber nicht als Wettbewerb. „Wir sollten den Wert der Bildung schätzen, denn viele Menschen auf der Welt besitzen diese Chance nicht.“

Wie Deniz besuchten auch seine Mitschüler Janina Ingwersen (19) und Jan-Philip Kipcke (19) das Sprachprofil Französisch mit den Begleitfächern Geschichte und Wirtschaft-Politik (Wipo). Auch Jan-Philip Kipcke (Abinote: 0,9)möchte Medizin studieren. „Chirurgie interessiert mich besonders. Vor dem Studium möchte ich aber noch ein halbes Jahr reisen und dann mein Pflegepraktikum, das fürs Studium Pflicht ist, vorziehen.“ Während er für das Studium an seiner Bestnote feilte, war sich Janina Ingwersen (Abinote 1,0) ihres Schnitts erst kurz vor der Prüfungsphase richtig bewusst. „Ich mache mir selbst immer viel Druck, aber für das Psychologie-Studium ist der Schnitt hilfreich.“

„Ein Jahr Weltreise und dann mal gucken“, sagt Anne Mittelstät (19, Abinote 0,9), die wie Ingwersen aus Langwedel kommt. Sie interessiert sich für den Bereich Entwicklungshilfe. Zugefallen ist ihr der Stoff in der Schule nicht. „Ich hatte eine Realschulempfehlung und war in der Grundschule richtig schlecht.“ In der siebten Klasse hätte es dann „Klick gemacht“ und sie sei auf das Humboldt-Gymnasium gewechselt. Auf ihre Schulzeit blicken die Schüler positiv zurück: „Das Regiment unserer Schulleiterin war zwar sehr streng, und wir halten nichts von der Einführung des G-8-Abiturs, weil der Altersunterschied in der Klasse einfach zu groß war, aber in der Summe war es eine tolle Zeit“, sind sie sich einig.

Aber auch an der Holstenschule gab es eine Schülerin, die mit einer glatten 1 das Abi bestand: Janin Schokolowksi aus Sarlhusen. Sie will Biochemie studieren. „In den vergangenen Jahren war der geforderte Numerus clausus bei dem Fach oftmals bei 1,2, da hilft so ein guter Schnitt“, sagt die 18-Jährige. Medizin habe sie auch interessiert, aber nach den Projekttagen am Friedrich-Ebert-Krankenhaus habe sie gemerkt, dass sie doch lieber in die Forschung der Biochemie gehen möchte. „In den naturwissenschaftlichen Fächern hat man klare Ergebnisse, in Philosophie hat man eine Bandbreite, das reizt mich.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3