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Der Reiz von Rüben und Roter Bete

Bioplusbio-Leitmesse Der Reiz von Rüben und Roter Bete

Die Bioplusbio-Leitmesse ist mit ihrem Neustart in Neumünster zufrieden. 100 Aussteller präsentierten auf dem nördlichen Außengelände der Holstenhallen den Besuchern ihre Produkte.

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Die Familie von Svenja Rudolf vom Christiansen's Hof Esperstoftfeld vermarktet seit 32 Jahren Biogemüse und setzt auf samenfeste Sorten.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Die einzige Spezialisierung, die wir uns leisten, ist die Vielseitigkeit.“ Für dieses Bekenntnis zur soldarischen Landwirtschaft bekam Mathias von Mirbach vom Kattendorfer Hof bei Kaltenkirchen prompt Applaus auf dem Podium der Bioplusbio-Leitmesse, mit dem die Veranstalter Michael Reinhardt und Christiane Dingler nach dem Weggang aus Gottorf in Neumünster neu durchgestartet sind.

 Die Messe-Beschicker sind ihnen treu geblieben, sogar neue dazugekommen. 100 Aussteller tummelten sich auf dem nördlichen Außengelände der Holstenhallen, auf dem sich die Besucher bisweilen doch etwas verloren, was dem zu guten Wetter und den Sommerferien geschuldet sein mochte. „Neumünster bot sich als neuer Veranstaltungsort an aufgrund der zentralen Lage“, begründete Dingler.

 Sabine Söffker, die die Messe bereits kennt, war die zweieinhalb Stunden Anreise aus dem Wendland jedenfalls Wert. „Unser Biohof Büsch hat jetzt auch geschälter Kartoffeln im Angebot; dafür suchen wir noch Kunden aus der Gastronomie.“ Ihre Rote Bete und Möhren gingen tütenweise weg, nachdem die Kunden erst probiert hatten. „Lecker“, schwärmte Maria Greif, die zu Hause im Odenwald auch überzeugte Bio-Einkäuferin ist. Lammwurst, Leinöl und Eier hatte sie schon im Leinenbeutel.

 Die Produkt-Palette der Messe war wesentlich umfangreicher: Frank Wiegmann von der Naturkostsafterei Voelkel schenkte Gurkensaft der Marke Biozisch ein, Kunden erstanden Zierpflanzen für den Garten, bekundeten bei Martin Schröder aus Coburg Interesse für Tische, die ganz ohne Leim gebaut wurden. Fragen zu erneuerbaren Energien konnten Besucher im Schleswig-Holsteinischen Energieeffizien-Zentrum SHeff-Z loswerden, unmittelbarer Dauer-Nachbar der Holstenhallen.

 Im Museum Tuch + Technik hatte bereits am Vorabend eine Talk-Runde mit dem Journalisten Christoph Lütgert eine Lanze für gesunde Kleidung und Fair Trade gebrochen. Mit moderierten Podiums-Runden ging es auch gestern weiter. „In Landwirtschaft ist so viel Ökonomie drin, die können Sie mit Geld gar nicht bewerten“, sprach Wolfgang Stränz vom Buschberghof ins Mikrofon.

 Der Landwirt aus dem Lauenburgischen war 1988 quasi Begründer der solidarischen Landwirtschaft in Deutschland nach dem US-Vorbild der Community Supported Agriculture, bei dem auf den (Zwischen-) Handel verzichtet wird. Über 80 Betriebe haben sich dem System mittlerweile angeschlossen, wollen ihre Kunden mit einer breiten Produktvielfalt versorgen, statt sich zu spezialisieren.

 „Motivierte Besucher, Fachpublikum. Wir liegen nicht falsch, wenn ich sage: einige tausend Besucher“, resümierte Reinhardt eine Stunde vor Messeschluss. Fest steht für ihn: „Wir kommen im nächsten Jahr wieder.“

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Sabine Nitschke
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