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Bühne frei für die berufliche Zukunft

Theaterprojekt für Arbeitslose Bühne frei für die berufliche Zukunft

Vorhang auf: Um junge Leute in einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle zu vermitteln, geht das Jobcenter neue Wege. Ein Theaterprojekt soll helfen, eigene Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. 20 Teilnehmer spielen dabei eine Rolle, als Bühnenbauer, Pressesprecher oder als Schauspieler.

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Applaus für das neue Theaterprojekt für 20 junge Erwachsene spendeten schon vorab (von links) Thorsten Hippe als Geschäftsführer des Jobcenters Neumünster, Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth, Mark Kewitsch von der Projektfabrik und Anna-Lena Peschties, Teamleiterin U25 im Jobcenter.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Sie sind zwischen 15 und 25 Jahre alt, haben keine Ausbildung und keine Arbeit. Aber sie haben Talente. Beim Theaterprojekt dürfen sie sich ausprobieren, um schließlich Perspektiven zu finden. Für sich und ihr Leben. „Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte zu lösen, teamfähig zu sein und zielorientiert zu arbeiten“, sagt Mark Kewitsch von der federführenden Projektfabrik. Das ganze über eine spielerische Art und Weise. „Das darf auch Spaß machen“, betont Kewitsch. Das Projekt JobAct läuft über zehn Monate, inklusive vier Monate für ein Praktikum.

 

 Zusammen mit einem Regisseur wird ein Theaterstück entwickelt, übergeordnetes Thema ist „Sturm und Drang“, also werden sich die jungen Arbeitslosen mit Goethe und Schiller auseinandersetzen. Einen Bühnenbild muss her, das Stück geprobt, die Öffentlichkeit informiert werden, um so auch potenzielle Arbeitgeber zu erreichen. Die finale Aufführung ist dann wie ein alternatives Vorstellungsgespräch, für das es hoffentlich Applaus gibt.

 Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth ist sich sicher, dass mit Theater sehr viel gelernt wird – spielerisch und über Selbsterfahrung. „Über das Medium Theater versuchen wir ja schon länger, an junge Leute heranzukommen.“

 Die Projektfabrik arbeitet eng mit dem Jobcenter zusammen, und Geschäftsführer Thorsten Hippe freut sich, das Projekt nach Neumünster geholt zu haben. Geprobt wird bei der Arbeiterwohlfahrt in der Schwabenstraße. Eine Theaterpädagogin leitet die Arbeit, eine Bewerbungsmanagerin kümmert sich um die beruflichen Themen. Die Teilnahme ist freiwillig. Das Projekt schlägt für 20 Teilnehmer mit 28810 Euro zu Buche. „Es ist etwas Außergewöhnliches“, sagt Hippe. Am 5. Oktober geht es los.

 Sollten Arbeitgeber schon jetzt Interesse haben, können sie sich an Anna-Lena Peschties, Teamleiterin U25 beim Jobcenter, unter Tel. 04321/5586303 wenden. Wenn Teilnehmer noch vor der Aufführung des Theaterstückes einen Ausbildungsplatz finden und ihr Platz deshalb auf der Bühne leer bleibt, „muss die Theaterpädagogin eben Kreativität beweisen“, überlegt Hippe. Die Vermittlung in den Arbeitsmarkt ist ja vorrangiges Ziel. Und die Quote der Projektfabrik, die seit zehn Jahren bundesweit arbeitet, kann sich sehen lassen: weit über 50 Prozent.

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