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Haben Neumünsteraner kaum Probleme?

Sprechstunde der Bürgerbeauftragten Haben Neumünsteraner kaum Probleme?

Ob der Rentenbescheid nicht verständlich ist, wie man Wohngeld beantragt, bei Problemen mit der Krankenkasse, wenn Besucher wegen ihrer Nationalität nicht in die Disco gelassen werden: Samiah El Samadoni hört sich das Problem an, berät, hilft, baut Brücken.

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Samiah El Samadoni, Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten, stattete Neumünster einen Besuch ab und traf sich zu einer Besprechnung mit Oberbürgermeister Olaf Tauras (Mitte) und Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth. Am 8. Februar kommt sie zu einer Bürgersprechstunde ins Rathaus.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Sie ist Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten in Schleswig-Holstein. In Neumünster scheint es nicht viele Probleme zu geben. Oder wissen die Neumünsteraner nur nicht, dass sie Hilfe bekommen könnten?

 Samiah El Samadoni ist voll des Lobes nach einer Besprechung mit Oberbürgermeister Olaf Tauras und Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth. „Hier gibt es eine große Offenheit, die Verwaltung noch bürgerfreundlicher zu machen“, sagtt sie und hatte dann auch gleich einen besonderen Wunsch im Gepäck. Ganz neu ist die Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche der Bürgerbeauftragten. Ihre Idee: Auf jedem Bescheid des Neumünsteraner Jugendamtes möge es einen Hinweis auf diese kostenlose und unabhängige Beratungsstelle geben. Das wird sie auch noch allen anderen Oberbürgermeistern und Landräten im Land vorschlagen. Die erste Antwort war schon mal vielversprechend.

 „Ich persönlich finde das gut“, sagte Tauras, doch natürlich wolle er das noch mit den Mitarbeitern besprechen. 50 Sozialarbeiter gibt es in Neumünster. „Wir legen die Gesetze nach bestem Wissen und Gewissen aus, aber Fehler kann man nicht ausschließen.“

 In mehr als 70 Prozent aller Fälle beraten Samiah El Samadoni und ihr Team telefonisch, doch es gibt auch Sprechzeiten in Kiel. Und es gibt Bürgersprechstunden vor Ort. Nach Neumünster kommt die Bürgerbeauftragte zum ersten Mal am Montag, 8. Februar, von 9 bis 17 Uhr. „Neumünster hatte bisher nicht die oberste Priorität.“ Denn zum Beispiel im Jahr 2014 gab es aus der Stadt nur 26 Eingaben – landesweit waren es 3477. Rund eine halbe Stunde plant sie (nach Anmeldung) pro Gespräch ein. Sie berät und unterstützt in allen sozialen Angelegenheiten. Ihre Themen sind Arbeitslosengeld, Kranken-, Renten- , Pflege- oder Unfallversicherung, Sozialhilfe, Bafög, Behindertenrecht, Kinder- und Wohngeld – die Liste ist lang. Die Antidiskriminierungsstelle und die Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche vertritt sie natürlich auch. Und sie plant weitere Sprechstunden in Neumünster.

 Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten, Karolinenweg 1 in Kiel. Bürgersprechstunde im Rathaus Neumünster am Montag, 8. Februar, 9 bis 17 Uhr, Zimmer 2.6 (zweiter Stock); Anmeldungen dafür unter Tel. 0431/988-1240. Mehr Informationen: www. buergerbeauftragte-sh.de

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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