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Verfallsstadien aus Paperclay

Bürgergalerie Neumünster Verfallsstadien aus Paperclay

Die Ausstellung „Zeitspanne“ von Keramikerin Renate Löding wird am Freitag, 8. April, in der Bürgergalerie Neumünster eröffnet. Sie zeigt Objekte aus Paperclay, einer Methode mit Papier, das beim Brennvorgang im Ofen eine poröse Oberfläche erzeugt. Die Arbeiten symbolisieren Stadien des Verfalls.

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Neue Objekte in Paperclay wie das Bild „Bewegung“ präsentiert die Keramikerin Renate Löding in der neuen Ausstellung in der Bürgergalerie.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Zeitspanne hat die Neumünsteranerin Renate Löding ihre Ausstellung genannt, die am Freitag, 8. April, um 19 Uhr in der Bürgergalerie eröffnet wird und die neue Arbeiten der Keramikerin in Paperclay zeigt.

 Mit dem Material Ton kam Renate Löding durch den Werkunterricht ihrer Tochter in Berührung und nahm daraufhin selbst privat Stunden im Töpfern. „Entscheidend war aber die Begegnung mit Susanne Kallenbach in der Stadttöpferei Neumünster Anfang der 80er-Jahre“, erinnert sie. Rund 20 Jahre blieb sie dem dortigen Töpferkreis treu und war bald so „infiziert“, dass sie sich daheim eine eigene Werkstatt mit Brennofen einrichtete.

 Zuerst widmete sie sich Vasen und anderen Behältnissen. Den Durchbruch brachte die Begegnung mit dem Material Paperclay: „Dafür mischt man aus Ton und Papier und Wasser eine Pulpe an. Mit diese Masse lässt sich schön dünn, aber trotzdem stabil arbeiten“, erklärt Löding. Beim ersten Brand bei 950 Grad verbrennt das Papier; es entsteht eine poröse Oberfläche. Deren Risse und Unebenheiten betont die Künstlerin durch Behandlung mit Oxyden und Engoben, bevor bei über 1200 Grad der zweite Gang im Ofen folgt.

 Als Vorbilder für ihre Objekte kommen Stadien des Verfalls infrage: sowohl von Bausubstanz (so entstanden die Kleinplastik Altes Gemäuer) als auch in der Natur; fragile Großrosetten zum Beispiel, deren optische Wirkung ein Besucher einst kommentierte: „Das sieht ja aus wie Roquefortkäse!“

 In der Bürgergalerie stellt Renate Löding auch Bilder aus dünnen Tonplatten aus und mehrteilige Ensembles wie das neue Farbige Momente aus 15 Würfel-Quadern, deren Oberflächen ausnahmsweise eine Lasur tragen.

 Die Ausstellung „Zeitspanne“ ist bis zum 7. Mai in der Bürgergalerie zu sehen, jeweils mittwochs bis sonnabends, 15 bis 18 Uhr.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
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