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Mehr Zeit für die Kids

Programm „Kita plus“ Mehr Zeit für die Kids

Eltern im Schichtbetrieb haben oft große Probleme mit der Kinderbetreuung. Ihnen soll das Bundesprogramm „Kita plus“helfen, das bedarfsgerechtere Betreuungszeiten vorsieht. Vier Kindertageseinrichtungen in Neumünster beteiligen sich. Start ist im September.

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Die Betreuungszeiten in vier Kindergärten der Stadt sollen erweitert werden, damit auch Eltern, die im Schichtbetrieb arbeiten, ihre Kinder gut untergebracht wissen.

Quelle: Gunda Meyer

Neumünster. „Die Kinder werden oft hin und her geschoben. Wir wollen, dass sie an einem Ort zur Ruhe kommen“, erklärt Dietrich Mohr vom Familienzentrum Ruthenberger Rasselbande, das seine Öffnungszeiten auf 6 bis 21 Uhr erweitert und sich an Kinder mit Behinderungen im Alter von drei bis 14 Jahren richtet. Hier werden innerhalb der nächsten drei Jahre 20 Plätze geschaffen.

 Auch in der Kita Schubertstraße (zehn Plätze, 6 bis 22 Uhr), der Kindertagespflege Königskinder/Zweipluszehn (20 Plätze, 5 bis 22 Uhr, über Nacht und am Wochenende) und in der Diakonie-Kinderkrippe Kleine Fische (zehn Plätze, 5 bis 22 Uhr, auch am Wochenende) werden die Angebote am Bedarf der Eltern ausgerichtet.

 Die Kita Kleine Fische will darüber hinaus einen Notfall-Shuttle-Service anbieten, wenn die Eltern es nicht rechtzeitig schaffen, ihre Kinder abzuholen. „Die Nachfrage ist sehr groß, wir haben nur noch einen Platz frei“, sagt Kita-Leiterin Lena Lindner.

 Die Betreuungszeiten der Kinder dürfen nicht über zehn Stunden am Tag und 50 Stunden in der Woche hinaus gehen. Finanziert wird das Programm über drei Jahre zu 95 Prozent mit einer Million Euro vom Bund. Die Stadt Neumünster übernimmt die restlichen Kosten. Die Bedingung, die an die große Förderung gekoppelt ist: Die Stadt muss nach diesen drei Jahren das Programm fortführen – und zwar mit städtischen Mitteln. „Das sind Kosten von jährlich rund 350000 Euro, aber wenn das so gut anläuft wie wir uns das erhoffen, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Politik sich dem verschließt“, sagt Jörg Asmussen, Fachdienstleiter für frühkindliche Bildung.

 Das Konzept soll stetig überprüft und an die Bedarfe angepasst werden.

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