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Geschlossenheit in der Belegschaft

Busfahrer-Streik Geschlossenheit in der Belegschaft

So wie in Flensburg, Kiel und Lübeck beteiligten sich alle Busfahrer der Neumünsteraner Stadtwerke (SWN) an dem von der Gewerkschaft ver.di Nord ausgerufenem Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr.

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Zum Ende des Warnstreiks der Busfahrer in Neumünster teilte Dienstleiter Klaus Brandt von den Neumünsteraner Stadtwerken (SWN) den Fahrern ihre Touren zu.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Ab 4 Uhr achteten Streikposten vor dem zentralen SWN-Busdepot darauf, dass kein Bus den Betriebshof verließ. „In unserer Belegschaft herrschte absolute Geschlossenheit. Alle 28 Fahrer der Frühschicht beteiligten sich an dem Warnstreik“, berichtete Diensteinteiler Klaus Brandt. Viele weitere Fahrer schlossen sich den Streikenden an und waren zum Depot gekommen, um ihre streikenden Kollegen zu unterstützen.  Der Warnstreik endete um 9.10 Uhr und der Linienbusverkehr wurde fahrplanmäßig wieder aufgenommen.

Bis dahin hieß es für Menschen, die am Bahnhof „strandeten“ sich für  die Weiterbeförderung ein Taxi zu besorgen oder die Weiterreise per Fuß anzutreten. An dem Taxistand vor dem Bahnhofsgebäude herrschte Hochbetrieb. Einige Neumünsteraner hatten aber von dem Warnstreik nichts mitbekommen und warteten am ZOB geduldig auf ihren Bus. Zu ihnen gehörte auch Kirstin Trietz. „Ich habe von dem Streik gestern abend im Radio gehört“, berichtete die Neumünsteranerin in der Hoffnung, dass der Warnstreik nicht ewig andauern würde und sie ihre Fahrt zur Arbeit mit dem Bus fortsetzen könne.

Der Warmstreik wurde am Dienstag beschlossen, nachdem in der dritten Verhandlungsrunde die Arbeitgeber ein Angebot für eine Tariferhöhung von 2,2 Prozent mit einer Laufzeit von einem Jahr vorgelegt hatten. Die Gewerkschaft fordert aber 145 Euro pro Monat mehr für jeden Busfahrer mit einer Laufzeit von ebenfalls einem Jahr.  „Wir hatten bereits zum Beginn der Verhandlungsrunde deutlich gemacht, dass die im Dezember und Januar drastisch gestiegene Preissteigerungsrate für die Beschäftigten mit niedrigen Einkommen erst durch eine Erhöhung von 3,7 Prozent ausgeglichen wird“, begründete Almut Auerbach, Geschäftsführerin ver.di Südholstein, die Ablehnung des Angebots der Arbeitgeber.

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