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Tierauffangstelle bekommt neue Chefin

Adamek bringt Erfahrung mit Tierauffangstelle bekommt neue Chefin

„Wir müssen hier für jedes Tier den richtigen Menschen finden“, sagt Christina Adamek. Seit Mitte Februar arbeitet sich die 40-Jährige in ihre neue Aufgabe ein: Im Sommer soll sie die Leitung der Tierauffangstelle Neumünster am Stadtwald übernehmen.

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Christina Adamek, die designierte Leiterin der Tierauffangstelle, und Mobby: Der Dackel-Jack-Russell-Mischling begleitet sein Frauchen oft zur Arbeit.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Erfahrung bringt die gebürtige Hannoveranerin reichlich mit für den Job. Schon früh hatte sie „ein Faible für alle Tiere“, arbeitete acht Jahre als Pferdewirtin auf einem Gestüt in Niedersachsen, kam über den Katzen- zum Tierschutz. Über ehrenamtliches Engagement im Tierheim Elmshorn „bin ich reingerutscht in diese Berufstätigkeit“. Auf zehn Jahre in Elmshorn folgten fünf in Itzehoe, dann bewarb sie sich um den Posten in Neumünster.

 „Manchmal passt es ganz einfach auf Anhieb zwischen einem Tier und dem Menschen. Aber manchmal braucht es eben auch Zeit und viele Spaziergänge auf Probe. Wir wollen ja auf jeden Fall vermeiden, dass ein Tier zurückkommt. Deshalb fragen wir die Menschen auch so viel“, erklärt Adamek. „Das Tier hat ja schon einmal sein Zuhause verloren, eine zweite Traumatisierung soll auf jeden Fall vermieden werden.“

 Was die häufigsten Gründe sind, wenn ein Tier abgegeben wird? Allergie oder die Geburt eines Kindes werden laut Adamek am meisten genannt, aber eben auch Verhaltensauffälligkeiten. „Die haben ihre Ursache meist in der Unwissenheit der Menschen, das muss noch nicht mal böse gemeint sein“, ist Adamek überzeugt. Wenn Katzen in der Wohnung gehalten werden und ihren Beutetrieb und ihre sozialen Kontakte nicht draußen ausleben können, brauchen sie unbedingt einen Partner. „Sonst kann es sogar sein, dass sie auf den Halter losgehen.“

 Hunde kommen oft nach einem Beißvorfall in die Auffangstelle. „Wenn sie erst mal als gefährlich eingestuft sind, stellt das ein großes Hindernis bei der Vermittlung dar.“ Oft genug, erklärt Adamek, würden sich die Besitzer vor der Anschaffung eines Tieres nicht gut genug überlegen, ob die das Tier ins eigene Lebensschema passt. Oder ob die Rasse zu ihnen passt. „Wer Rat dafür braucht, kann gern zu uns kommen. Dafür sind wir ja da.“

 Nicht nur die Versorgung der Tiere steht in der Auffangstelle im Mittelpunkt. Traumatisierte und blockierte Tiere müssen schlechte Erfahrungen verarbeiten und dahin gebracht werden, dass sie wieder vermittelbar sind. „Das bedeutet individuelle Arbeit, zugeschnitten auf die jeweilige Problematik. Dass die Tiere Zuneigung erfahren, Vertrauen gewinnen können, dafür sind unsere festen Ehrenamtlichen unabdingbar“, stellt Adamek klar. Wer sich für diese Aufgabe interessiert, erfährt mehr unter Tel. 04321/53779.

 www.tierauffangstelle.de

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