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Motto: „Nicht saufen sondern genießen“

Craft-Beer-Days Motto: „Nicht saufen sondern genießen“

Die Craft-Beer-Bewegung - der Kult um handwerklich gebrautes Bier von kleineren Brauereien - hat nun auch Neumünster erreicht. Hunderte Fans der „Hopfen-Kaltschale“ genossen am Wochenende in der Stadthalle bei den ersten Craft-Beer-Days die enorme Vielfalt an wohlschmeckenden Biersorten.

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In Neumünster fanden die ersten Craft-Beer-Days statt.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. „Nicht saufen sondern genießen“ lautete das Motto der Biermesse. Am Eingang den Eintrittsobolus bezahlt und einen Trinkbecher als Leihgabe empfangen, machten sich die Besucher auf zu einer genussvollen Rundtour an den Ständen von zehn kleinen Brauereien. Über vierzig unterschiedliche Bierkreationen wurden angeboten. „Die Designerbiere der großen Brauereien schmecken mir nicht mehr. Ich hoffe hier außergewöhnliche und neue Geschmacksrichtungen zu finden“, begründete Florian Englert aus Quickborn seinen Messebesuch.

Bei Braumeister Sascha Lämmer von der Ricklinger Landbrauerei wurde der Bierfan fündig. Lämmer kredenzte ihm ein Jubiläums Bockbier, das Malz betont, fruchtig und mit angenehmer Herbe den Magen wärmen würde. „Stimmt, ausgesprochen lecker“, zeigte sich Englert nach einem ersten Schluck sichtlich begeistert. „Bei dieser Kreation bin ich in die Vollen gegangen“, beschreibt Lämmer seine Rezeptur. Mehrere Malz- und Hopfensorten seien dafür verwendet worden. „Nach der Hauptgärung  ist dem kalten Bier weiterer Hopfen hinzugefügt worden, der dem Getränk seinen besonderen Geschmack verleiht“, verriet der Braumeister ein kleines Geheimnis.

Auch wenn seine Biersorten in einigen Gaststätten und in ausgesuchten Läden in der Region angeboten und verkauft werden, bleibe den kleinen Brauereien meist nichts anderes übrig, als durch derartige  Messen und Mund-zu-Mund-Propaganda ihre Produkte zu vertreiben. „Unsere Biere sind bis maximal rund zwei Monate nach der Abfüllung haltbar, da wir es uns aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht leisten können wie die Großbrauereien durch filtern und Pasteurisieren unsere Produkte für einen längeren Zeitraum haltbar zu machen“,  berichtete Sascha Lämmer über einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil.

Florian Englert wird auf seine neue „Bierliebe“ dennoch nicht verzichten müssen auch wenn das Bockbier nicht in seiner Region verkauft wird. „Ich habe einen Freund in Neumünster. Der bringt mir eine Kiste aus Rickling nach Quickborn.“

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