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Paten für Kinder krebserkrankter Eltern

DRK Neumünster Paten für Kinder krebserkrankter Eltern

Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt, ändert sich für viele Kinder das Familienleben oft schlagartig. Der DRK-Kreisverband Neumünster hat zehn Paten ausgebildet, die in solchen Situationen helfen wollen - eine krebsfreie, fröhliche Zeit schenken.

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Brigitte Soffel (von links), Andrea Lüth und Michael Brandt sind "startklar" als Kinderpaten für Krebsfamilien, bestätigen Sabine Krebs und Tine Meulengracht.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. In den Kreisverbänden Plön-Land und Steinburg unterstützen die Paten schon Familien im Rahmen des Projektes. „In Neumünster hat vor wenigen Monaten unser Präsidium auch grünes Licht für schnelle und unbürokratische Hilfe gegeben“, sagte Ansprechpartnerin Sabine Krebs. Wie diese Hilfe aussehen soll? Krebs: „Kinder zum Fußball oder zum Reiten fahren, wenn Behandlungstermine anstehen. Mit ihnen in den Tierpark gehen, wenn die Eltern nach einer Chemo Schlaf brauchen. Einfach da sein und eine Krebs freie, fröhliche Zeit schenken.“

Der Paten-Pool war schnell gefunden. Alle sind über 18 Jahre, haben das erweiterte Führungszeugnis für Ehrenamtliche in der Jugendarbeit und eine Fortbildung hinter sich, in der es nicht nur um Krebs und seine Behandlungsmethoden geht, sondern auch um Probleme wie Verdienstausfall in den Familien. Und darum, was den Kindern gut tut. „Viele Kinder entwickeln Schuldgefühle, leiden an Schlafstörungen oder Konzentrationsschwächen in der Schule“, erklärt Projektleiterin Trine Meulengracht.

„Man sollte möglichst offen mit ihnen darüber reden. Kinder können die Situation besser ertragen, wenn gesprochen wird und Gefühle gezeigt werden“, steht für sie fest. Wie man gut zuhört, den Kindern gleichzeitig ein Stück Normalität anbietet, die abhanden gekommen ist, hat die Psychotherapeutin und Buchautorin Sabine Brütting den Paten vermittelt.

Der Kontakt für Familien läuft über E-Mail an sabine.krebs@drk-nms.de und Tel. 04321/419 123 oder trine.meulengracht@drk-sh.de und Tel. 0170 885 2484.

Mehr Infos im Internet gibt es hier.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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