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„Das Beste“ zum Schluss

Lesewettbewerb für Senioren „Das Beste“ zum Schluss

Vorlesen lockt nicht mehr so viel Publikum wie früher. Deshalb ist an diesem Sonnabend nach 20 Jahren Abschied angesagt vom Vorlesewettbewerb für Senioren. Aber mit einem echten Knaller unter dem Motto „Das Beste zum Schluss“.

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Ein Bild aus früheren Lesezeiten: Die inzwischen verstorbene Wettbewerbs-Erfinderin Gerlinde Behnke (rechts) und Allmut Schnarcke, die beim Seniorenbüro für das Projekt zuständig war.

Quelle: Archiv

Neumünster. Die Idee stammt von der erfindungsreichen, im Jahr 2009 verstorbenen Gerlinde Behnke, die auch den Besuchsdienst Oma Hund & Co für Kinder am Friedrich-Ebert-Krankenhaus kreierte. Früher selbst aktiv gewesen als Jurorin beim Vorlesewettbewerb, den der Börsenverein des Deutschen Buchhandels für Kinder auslobte, stellte sie laut die Frage: „Warum sollen Senioren nicht mal vor einer Jury aus Kindern lesen?“

 Ingrid Markgraf, damalige Chefin der Stadtbücherei, sagte prompt Ja als Gastgeberin. „Und Allmut Schnarcke vom Seniorenbüro half bei der Umsetzung der sehr klaren Vorstellungen von Gerlinde Behnke“, schildert Christiane Johannsen, die das Projekt danach betreute.

 Zuerst lasen jeweils zehn Senioren vor Kinder-Juroren, die selbst bei Lesewettbewerben angetreten waren und wussten, worauf es ankommt. Dazu wurde Publikum geladen; in der Pause waren Kaffee und Kuchen angesagt, auch Unterhaltsames mit Preisträgern des Jugendmusikwettbewerbs. Einen Wettbewerb, in dem eine Kinder- und eine Seniorengruppe „gegeneinander“ antraten, gab es 1999 im internationalen Jahr der Senioren.

 Anno 2004 zum „Zehnjährigen“ lasen Promis wie die Politikerin Jutta Schümann und Schriftsteller Ulrich Grode. 2005 kam Michael Bürsch, Bundestagsabgeordneter und Leseratte in einer Person. Mal lautete das Motto „Märchen“. Dann gesellte noch Lektüre op platt dazu.

 In den vergangenen Jahren wurde es immer schwieriger, neue Senioren für das jurierte Vorlesen zu gewinnen. „Es gab kaum neue Gesichter“, sagt Johannsen. „Auch das Publikum wurde weniger. Der große Vorleseboom ist offenbar vorbei.“ Aber ganz einfach auslaufen lassen wollte man das einstige Erfolgsprojekt auch nicht.

 Zu einem gebührenden Abschied sollen am Sonnabend, 21. November, ab 18 Uhr Promi-Leser wie Oberbürgermeister Olaf Tauras, Propst Stefan Block, die Landtagspolitikerin Kirsten Eickhoff-Weber und Verlagsleiterin Gabriele Wachholtz ihren Beitrag leisten. „Das Beste“ wird im Ambiente des großen Saales im Anschargemeindehaus gelesen. Karten (4 Euro) sind im Vorverkauf noch zu haben im Seniorenbüro am Großflecken 71 und in der Stadtbücherei in der Wasbeker Straße 14.

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