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Das Geschnatter vieler Schönheiten

Geflügelzüchter Das Geschnatter vieler Schönheiten

Die Holstenhallen in Neumünster waren am Wochenende wieder der Mittelpunkt für Geflügelzüchter aus ganz Schleswig-Holstein. Die 115. Landesgeflügelschau hatte ihre Tore geöffnet. Zahlreiche Besucher zeigten ihre ausgezeichneten Vögel oder holten sich Tipps bei Kollegen ab.

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Kay von Dohlen freut sich besonders über die Auszeichnung: Seine Deutsche Modeneser Schietti bekam das Prädikat vorzüglich.

Quelle: Malte Kühl

Neumünster. Die Veranstaltung stehe unter einem guten Stern, sagte Veranstaltungsleiter Armin Eggers. Es seien wieder deutlich mehr Anmeldungen für die Schau eingegangen und im Vorfelde sei keine Angst über Geflügelpest verbreitet worden. Die Rassegeflügelzucht befinde sich wieder im Aufschwung, meinte Eggers.

 Auch der Vorsitzende des Landesverbandes, Torsten Nagel, zeigte sich zufrieden. 3108 Tiere seien ausgestellt, dass ließe sich noch steigern. Trotzdem sei der Verband stolz auf das Ergebnis. „Die Schau hat Stil und ist eine großartige Werbung“, sagte Nagel.

 Auch der Schirmherr, Landtagspräsident Klaus Schlie, war von der Initiative der Züchter begeistert.„Die Landesgeflügelschau gehört zu Schleswig-Holstein dazu“, sagte Schlie, die Züchter verbinde eine gemeinsame Passion, und sie tragen dazu bei, eine uralte Kulturtechnik zu bewahren. Es werde immer wichtiger, dass es Menschen gebe, die sich der Aufzucht und Pflege von Lebewesen zuwenden.

 Vielen Menschen haben leider kein Zugang zum Tier, sagte Schlie weiter. Es fehle oft an einer klaren Vorstellung, wie ausdauernd und aufwendig die Aufzucht von Tieren sei. Es mangle an dem Bewusstsein, wo Lebensmittel herkommen, und leider werde in den Medien teils eine falsche Vorstellung vermittelt. Er empfehle es jedem, die Geflügelschau zu besuchen, und sich von den Profis, die Zucht und Pflege der Tiere erklären zu lassen.

 Die Holstenhallen waren erfüllt vom Gegacker, Geschnatter und Piepsen der über 3000 Vögel. In langen Reihen standen die verschiedenen Tiere nach Rasse sortiert auf Tischen. Die zahlreichen Besucher liefen interessiert durch die Reihen. Züchter gingen da gezielter vor.

 „Rassegeflügelzüchter züchten Tiere wegen ihrer Schönheit und nicht wegen ihrer Leistung“, sagte Kay von Dohlen aus Garding. Strebten andere Züchter an, dass Tiere beispielsweise mehr Fleisch lieferten, versuchten die Rassegeflügelzüchter gezielt Merkmale zu verstärken, die für die jeweilige Rasse typisch seien. Er züchte seit 36 Jahren Deutsche Modeneser Schietti, sagte der 49-Jährige. Bei dieser Taubenart sei es vorgeschrieben, dass der Kopf mit Hals, der Körper und die Beinen je ein Drittel des Tieres groß seien. Werde diese Einteilung nicht erfüllt, gebe es Abzüge in der Gesamtwertung. Eine Auszeichnung bei der Landesschau sei deswegen eine besondere Ehre. Ihn fasziniere an der Zucht, dass er die Tiere aufwachsen sehe und sich tag täglich an ihrer Lebhaftig- und Zutraulichkeit erfreuen kann, meinte der Züchter. Es sei außerdem ein guter Ausgleich zur Arbeit.

 Für Jan Roehl aus Timmapse ist der Besucher der Schau vor allem eine Möglichkeit Kontakte zu knüpfen. Obwohl er in diesem Jahr keine Tiere in der Ausstellung habe, informiere er sich bei anderen Züchtern über ihre Tiere, sagte der 19-Jährige. Immer halte er Ausschau nach Merkmalen, die bei seinen Sebright-Zwerghühnern nicht so stark ausgeprägt seien. Bei der Landesgeflügelschau werde er meist fündig.

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