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Das Tempo bleibt ein Thema

Neumünster Das Tempo bleibt ein Thema

Wer kennt das Problem nicht? Eigentlich ist per Verkehrsschild alles geregelt – nur viele halten sich oft nicht daran. Fußwege werden zugeparkt oder das Tempo-30-Gebot nicht eingehalten.

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Nicht nur Eltern, auch Kita-Mitarbeiterin Sabine Beymé bestückten Sandra Weiß (Mitte) und Sven Radestock mit einem Handzettel für die FairFahr-Aktion.

Quelle: Nitschke

Neumünster. Auf freundliche Art und Weise legt jetzt der Stadtteilbeirat Einfeld den Finger in die Wunde und zeigt Präsenz: Am Dienstagmorgen war Auftakt für die Einfelder FairFahrWochen.

 Einfelder Beiräte sind aufgeweckte Menschen: Trotz der frühen Stunde waren gleich vier Mitglieder der Gremiums und zwei „Dorfsheriffs“ um 7 Uhr vor Ort in der Straße Am Moor: Das Interesse galt dem Kita-Tourismus zur Villa Kunterbunt am Rande des Dosenmoors. „Das Tempo 30 ist an jedem Elternabend wieder Thema“, versicherte Erzieherin Sabine Beymé.

 Polizeihauptkommissar Thorsten Bestmann und Hauptmeister Karsten Kils stoppten hinter der Kurve die Fahrzeuge mit der grünen Kelle, die Beiräte Sven Radestock und Sandra Weiß sprachen die Muttis und Vatis am Steuer an und verteilten Handzettel höflichen Inhalts. Schnelles Fahren sei unfallträchtig, verursache Lärm, wirbele auf unbefestigten Straßen Staub auf: kein Wunder, wenn sich die Anwohner genervt fühlten. „Aber das passiert Ihnen bestimmt nicht wieder, gute Fahrt“, schreibt der Stadtteilbeirat zum Schluss.

 Mutter Anne Zibulski zeigte volles Verständnis für die Initiative. „Wir wohnen selbst in einer 30er Zone. Ich finde das auch nicht gut, wenn die Leute da so durchknallen.“ Und ein Papa versicherte Stadtteilvorsteher Sven Radestock: „Das ist viel effektiver, so angesprochen zu werden, als wenn eine Anzeige kommt.“

 „Oft passieren Verstöße ja nicht aus bösem Willen. Man ist in Eile, gedankenlos, hat einfach getorft“, meinte Radestock. Deshalb wolle man eben auch nicht mit erhobenem Zeigefinger auf die Mitmenschen zugehen, sondern sie an neuralgischen Punkten, über die immer wieder Beschwerde geführt wird beim Beirat, freundlich ansprechen. Radestock grinste: „Ich glaube ja eigentlich an das Gute im Autofahrer.“

 Die FairFahrWochen werden an anderen Brennpunkten fortgesetzt. In Enenvelde, wo Anwohner zugeparkte Fußwege moniert haben. Im neuen Wohngebiet Brammerhorst, wo ausbiegende Fahrzeuge den Fuß- und Radweg oft schlichtweg „übersehen“. Oder in der Dorfstraße, wo Autos über den Radweg gelenkt werden, um dem Gegenverkehr auszuweichen. Lob für die Aktion gab es am Dienstag schon vom Uniformierten Bestmann. „Ich finde es bemerkenswert, wie sensibel dieser Beirat heikle Themen angeht.“

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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