4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Nur 43 rechte Demonstranten in Neumünster

Demo und Gegendemo Nur 43 rechte Demonstranten in Neumünster

Zu der angemeldeten und von den Ordnungsbehörden genehmigten Kundgvebung kamen lediglich 43 Teilnehmer. Ihnen standen rund 250 Gegendemonstranten gegenüber. Starke Polizeikräfte verhinderten konsequent ein Zusammentreffen beider Lager.

Voriger Artikel
Straßensperrungen wegen Demo
Nächster Artikel
Sonderführung für 200 Tierpaten

Die Polizei hat alle Hände voll zu tun, die beiden Demonstrationen voneinander zu trennen.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Es kam zu keinen nennenswerten Vorfällen. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften vor Ort. Die Beamten kamen aus Eutin, Mecklenburg-Vorpommern und auch die Bundespolizei war im Einsatz. Weiträumige Absperrungen in der Innenstadt rund um den Bahnhof sorgten für erhebliche Einschränkungen des Individual- und öffentlichen Nahverkehrs.

Gegen 11 Uhr hatten sich an der Kreuzung Gänsemarkt rund 250 Gegendemonstranten überwiegend aus dem bürgerlichen Lager versammelt. Polizeikräfte sperrten daraufhin den Kuhberg ab, um zu verhindern, dass die Demonstranten zum Konrad-Adenauer-Platz, dem Neumünsteraner Bahnhofs-Vorplatz, gelangen konnten, auf dem die Kundgebung der rechten Szene angemeldet war. Die „Spontan-Demo“ am Gänsemarkt wurde nach kurzen Verhandlungen mit der Polizei-Einsatzleitung von der Neumünsteraner Ordnungsbehörde genehmigt. „Das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut unserer Demokratie“, begründete Stadtsprecher Stephan Beitz die Genehmigung. Die Teilnehmer der Kundgebung wurden per Lautsprecherdurchsage darauf hingewiesen, dass ihre Versammlung sofort aufgelöst werde, sollte es zu gewalttätigen Aktionen kommen. Es blieb friedlich.

Starke Polizeikräfte verhinderten am Neumünsteraner Bahnhofsvorplatz, dass Demonstranten der linken Szene zu der Kundgebung des Rechten Spektrums vordringen konnten.

Zur Bildergalerie

Erst mit einer 15-minütigen Verspätung begann die Kundgebung der Rechten Szene gegen 12.15 Uhr vor dem Bahnhof. Ein Neumünsteraner NPD-Mitglied hatte die Demonstration unter dem Titel „Gemeinsam für unser Deutschland - Volkswillen umsetzen“ angemeldet. Nur 43 und nicht wie angekündigt rund 100 Teilnehmer waren gekommen. Einige der Demonstranten waren aus Bad Oldesloe mit dem Zug angereist. „Sie wurden von unseren Beamten der Bundespolizei begleitet“, berichtete BuPo-Sprecher Hanspeter Schwartz. Es sei in den Zügen zu keinen Vorkommnissen gekommen.

Da der direkte Weg zum Großflecken, dem zentralen Platz in der Neumünsteraner Innenstadt, durch eine Sitzblockade von Gegendemonstranten versperrt war, einigte sich die Polizei-Führung mit dem Versammlungsleiter der Kundgebung auf eine alternative Kurzstrecke, die rund um den Bahnhof führte. Ohne Zwischenfälle begleitet von mehreren Hundertschaften der Polizei wurde nach rund 30 Minuten der Bahnhofsvorplatz wieder erreicht. Kurz nach 15 Uhr löste sich die Kundgebung auf.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Sonnabend in Neumünster
Foto: Das Bündnis für Bürger und der Runde Tisch wollen auf dem Großflecken am Sonnabend friedlich Flagge zeigen.

Wegen der Demonstration, die ein Rechtsextremer für 100 Personen angemeldet hat, muss am Sonnabend mit Behinderungen in der Neumünsteraner Innenstadt gerechnet werden. Vor allem das Gebiet rund um den Bahnhof wird laut Polizei von Straßensperrungen betroffen sein.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3