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Rechts sagt ab, Gegendemo läuft

Demos in Neumünster Rechts sagt ab, Gegendemo läuft

Die für den Sonntag in Neumünster geplante Demonstration von Rechtsextremen gegen Flüchtlinge wurde am Sonnabendabend aus der rechten Szene abgesagt. Wie geplant versammelten sich dennoch rund 500 Unterstützer des Bündnis gegen Rechts in der Innenstadt.

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 Trotz der abgesagten Demonstration der dem rechten Spektrum zugeordneten Gruppe "neumünster wehrt sich" hatten sich rund 500 Gegendemonstranten auf dem Großflecken versammelt.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Mehr als 500 Teilnehmer kamen am Sonntagmittag zur Kundgebung des Bündnisses gegen Rechts (BgR) auf dem Großflecken. Trotz der Absage der Initiative „Neumünster wehrt sich“ gegen Flüchtlinge war das BgR bei seiner angemeldeten Demo geblieben. Für bis zu 250 Personen hatte die Initiative ihre Veranstaltung auf dem südlichen Teil des zentralen Stadtplatzes angemeldet, doch am Sonnabend um kurz nach 20 Uhr machte der Veranstalter bei der Polizei telefonisch einen Rückzieher. „Aus organisatorischen und technischen Gründen“, so die offizielle Verlautbarung.

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Nach kurzer Diskussion hatte das Orga-Team des Bündnisses  entschieden, bei seiner Kundgebung auf dem südlichen Großflecken zu bleiben. „Wir haben etwas zu sagen, was wichtig ist“, erklärte Christoph Ostheimer vom BgR-Vorstand. Für ihn stand fest: „Diese neonazistische Initiative findet in Neumünster keinen Nährboden, jedenfalls nicht öffentlich. Und das ist positiv.“ Bereits zum zweiten Mal nach dem Juni 2015 hatte die Gruppierung offenbar mangels Masse eine Kundgebung abgemeldet.

Zunächst 300 Menschen folgten dem BgR-Aufruf „Ein Platz für Flüchtlinge. Kein Platz für Nazis. Es ist fünf vor zwölf“. Pünktlich um 12 Uhr begann der erste von neun Redner. 40 Minuten später erhielt die Versammlung Verstärkung von gut 200 Antifa-Akteuren, die mit dem Zug aus Kiel und Hamburg angereist waren. Sie machten sich allerdings bald wieder gen Bahnhof auf, als per Lautsprecher der Hinweis auf eine spontan geplante Neonazi-Aktion in der Kieler Innenstadt kam. BgR-Sprecher Heiner Wadle sah die Absage des rechten Spektrums „als unseren Erfolg“ an. Nach seinen Informationen habe es bei der Initiative nur 20 bis 30 Anmeldungen für die geplante Aktion gegeben.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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Thema Flüchtlinge
Foto: In unmittelbarer Nähe von Neumünsters Rathaus wird am Sonntag eine von den Kundgebungen stattfinden.

Zum Thema Flüchtlinge wird es am Sonntag, 28. Februar, zwei Kundgebungen auf dem Großflecken geben. Angemeldet haben die Initiative „Neumünster wehrt sich“ gegen Asylbewerber und das Bündnis gegen Rechts (BgR).

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