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Die Babys purzelten nur so

Neumünster Die Babys purzelten nur so

Einige tausend Babys haben hier das Licht der Welt erblickt: Von 1965 bis Mitte der 90er Jahre war die Klinik Klosterstraße die „Mode-Geburtsklinik“ in Neumünster. Am 25. September 2015 feiert das Haus, mittlerweile OP-Klinik mit zehn Belegärzten, seinen 50. Geburtstag.

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Dr. Matthias Renk, ärztlicher Leiter seit Anfang der 90er Jahre, und Pflegedienstleitung Jeannette Augustin, vor der Klinik Klosterstraße, in der Tausende Neumünsteraner das Licht der Welt erblickten.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Nach ihrem Gründer hieß die Klinik zunächst ganz einfach Scholtz-Klinik: „Dr. Dieter Scholtz, der zuvor in der Hebammenklinik Endrikat in der Marienstraße entbunden hatte, machte sich selbstständig“, erinnert sich die später leitende examinierte Schwester Tina Böse, die bereits ein knappes Jahr später zum Team gehörte.

 Die Babys „purzelten“ nur so; die moderne, kleine Scholtz-Klinik überflügelte zahlenmäßig schon bald die externe alte Frauenklinik des Friedrich-Ebert-Krankenhauses im Messtorffweg. In einem Rekordjahr kamen 1080 Kinder zur Welt. Die absolute Sensation waren die Drillinge („Eine ganz normale Spontangeburt“, weiß Böse-Kollegin Brigitte Hutzfeld zu berichten) vom Sommer 1981.

 Das war auch das Jahr, ab dem die Neugeborenen in Plexiglas-Bettchen bei Mama im Zimmer bleiben durften: Rooming-In war in Neumünster angekommen. „Und über die Pampers-Neuerung haben sich alle Mütter gefreut.“ Auf die Übernahme der Klinik durch den Kieler Hof-Apotheker Dr. Hans-Joachim Rüdel 1990 folgte alsbald die fällige Sanierung samt Einbau eines Fahrstuhls: „Bis dahin mussten Frauen zum Kaiserschnitt die Treppe vom Kreißsaal im ersten Stock zum OP herunter getragen werden. Dafür kamen immer starke Männer vom Malteser Hilfsdienst“, erzählt Dr. Matthias Renk.

 Der übernahm Anfang der 90er Jahre den Part des ärztlichen Leiters. Bald darauf war Schluss mit der Geburtsklinik: Die Haftpflichtprämien für geburtshelfende Ärzte schnellten in schwindelnde Höhen. Umso mehr wird in der Klinik Klosterstraße (heute elf statt früher 26 Betten, Jahresumsatz 1,1 Millionen Euro) seither operiert. Zum Team gehören unter anderem sieben Gynäkologen und 20 Pflegekräfte.

 „Dr. Scholtz war prima, das Betriebsklima war prima, und Krankenstand gab es so gut wie keinen“, sagen Böse und Hutzfeldt unisono. „Das ist heute noch genauso“, findet Pflegedienstleitung Jeannette Augustin. Für Renk steht fest: „Belegärztliche Arbeit ist ein ideales Gesundheitssystem. Man kennt die Patienten, betreut sie vor- und nachher, trägt allerdings auch hohe Verantwortung.“ Zur Feier am Freitag ab 16 Uhr sind Interessierte und Ehemalige willkommen.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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