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Die „doppelte Alexandra“

Neumünster Die „doppelte Alexandra“

Ein Wiedersehen mit Alexandra Grib, Begleit-Krankenschwester der ersten Stunde für die kleinen Krebs-Patienten aus der Ukraine, gibt es in diesem Jahr im Reha-Camp Neumünster. Und es gibt sogar die „doppelte Alexandra“: Tochter Sascha (18) ist erstmals als Betreuerin mit dabei.

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Alexandra Grib und Tochter Sascha wissen aus Erfahrung: Jede Menge Kuscheltiere helfen, wenn die kleinen Schützlinge an den ersten Tagen das Heimweh überkommt.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Vier Jahre hat Alexandra Grib pausiert, um ihre mittlerweile verstorbene kranke Mutter zu pflegen. Die hatte bei früheren Deutschland-Einsätzen der alleinerziehenden Tochter immer auf eines der beiden Kinder aufgepasst. Gleich bei Alexandras erster Reise hatte Sohnemann Anatolii, damals sieben, Mama begleiten dürfen. Als die jüngere Schwester bei der Heimkehr fragte, wann sie denn mit nach Deutschland dürfe, erklärte der Bruder nonchalant: „Dafür bist du noch zu klein.“ Als sie acht war, klappte es dann doch.

 Inzwischen ist Sascha selbst ausbildete Krankenschwester, steckt zudem im vierten Lehrjahr am medizinischen College. „Danach bin ich ,kleiner Arzt’ und kann als eine Art Hausarzt in eine kleine Dorfambulanz gehen. Oder im Rettungswagen mitfahren. Oder in der Intensivmedizin einer Poliklinik als Krankenschwester arbeiten.“ Letztere wäre ihr die liebste Variante. Auf jeden Fall will sie Medizin studieren. „Ein Studienplatz in Kiew ist teuer, in Winniza bei Poltawa etwas preiswerter. Polen käme aber auch in Frage.“

 Mama Alexandra, mittlerweile zur Managerin für Patientenbehandlungen in einem Privatkrankenhaus avanciert, ist für die erste der vier Reha-Wochen noch einmal als Begleiterin dabei. „Früher war ich immer nervös, dass eines der Kinder einen Rückfall erleiden könnte und habe schlecht geschlafen. Diesmal sehe ich alles gelassener“, wundert sie sich selbst.

 Als 2. Präsidenten der Ukrainischen Kinderkrebshilfe, die Eberhardine Seelig, „Erfinderin“ der Reha-Kuren, 2007 gründete, hat „Sascha-Senior“ die Kontakt-Fäden zu Kliniken, Ärzten und Familien vor Ort fest im Griff, wenn es um die Planung der nächsten Neumünster-Reise geht. „Sie ist ein echtes Organisationstalent“, bescheinigt die stellvertretende Camp-Leiterin Sylke Schliep.

 Sohn Anatolii Bondarenko, der in den vergangenen Jahren zweimal als Betreuer mit nach Neumünster gekommen war, hat diesmal gänzlich anderes im Sinn. Tolja (22), Mitarbeiter einer kleinen Provider-Firma, und seine Braut Olga (22), BWL-Studentin, bereiten ihre Hochzeit am 29. August vor.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
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