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1000 Portionen Aschura-Suppe

Ditib Ulu Moschee lädt ein 1000 Portionen Aschura-Suppe

Auf der ganzen Welt begehen Moslems den Aschura-Tag mit einem Festessen. Am Sonnabend, 24. Oktrober, lädt die Ditib Ulu Moschee alle Neumünsteraner ein mitzufeiern. Von 14 bis 18 Uhr werden auf dem Großflecken in der Innenstadt 1000 Portionen Aschura-Suppe an Passanten ausgegeben. Die Schalen mit dem Essen werden von jungen Flüchtlingen verteilt.

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In großen Töpfen wird das Aschura-Mahl von einem Koch zubereitet.Traditionell wird es mit Freunden und Nachbarn gegessen, erzählt Ibrahim Ortacer. Am heutigen Sonnabend wird die Aschura-Suppe an die Passanten auf dem Großflecken verteilt.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Die großen Töpfe stehen in der Ditib Ulu Moschee bereit, heute wird hier gekocht. Sultaninen, Walnüsse, Feigen, Weizen, Orangen, Bohnen, Granatäpfel, Kichererbsen, Datteln und Pfirsiche gehören in die Aschura-Suppe. Das ist ein ganz alter Brauch. Die Moschee verteilt das Essen kostenlos an die Passanten auf dem Großflecken, denn seit jeher wird am Aschura-Tag das Festessen mit Verwandten und Nachbarn geteilt. Alle sind eingeladen.

 Das Wort „Aschur“ kommt aus dem Arabischen und bezeichnet den zehnten Tag des Monats Muharrem im islamischen Kalender. Der Tag ist für alle Muslime auf der ganzen Welt bedeutsam. Gefeiert wird mit dem Aschura-Gericht, das in großen Mengen gekocht wird, in diesem Jahr in Neumünster in ganz besonders großen Mengen. Geplant sind, 1000 Portionen der Suppe auszugeben.

 „Den Ursprung dieses Gerichtes sehen wir bei Noah“, erklärt Ibrahim Ortacer, der in der Ditib Ulu Moschee für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Als Noahs Arche nach der großen Sintflut auf dem Berg Ararat landete, sollte es ein Festessen geben, um die Errettung zu feiern. Da es auf der Arche nur noch wenig Essen gab, mischten sie alles, was sie hatten, zusammen.

 „Wir sitzen alle im selben Boot“, lautet das Motto des Neumünsteraner Aschura-Festes, das von 14 bis 18 Uhr auf dem Großflecken gefeiert wird. „Die Stadtpräsidentin und der Oberbürgermeister wollen auch kommen“, sagt Ortacer. Für Musik sorgt die orientalische Gruppe Royal aus Kiel, und ein Malkurs aus dem Bildungszentrum des Vicelinviertels präsentiert seine Werke.

 „Wir wollen das Miteinander fördern“, erklärt Ortacer, junge Flüchtlinge sollen die Schalen mit der Aschura-Mahlzeit verteilen. Ziel der interreligiösen Feier ist es, unterschiedliche Kulturen zusammenzubringen und Vorurteile abzubauen. Die Liste der Organisationen, die mit dabei sein wollen, ist lang und reicht vom Forum der Vielfalt und dem Runden Tisch für Toleranz und Demokratie über die drei Moscheen, die Kirchengemeinden und die Türkische Gemeinde Neumünsters bis zum Deutsch-Bulgarisch-Rumänischen Freundschaftsverein.

 Und wie schmeckt die Aschura-Suppe mit den vielen Zutaten? Ein Koch übernimmt in der Moschee die Zubereitung, man wird trotz des Eigengeschmacks der Suppe alle Zutaten herausschmecken. Der Koch ist ein Profi. Wer zu Hause Aschura probieren möchte, könnte es auch erstmal mit einer Fertigmischung aus dem türkischen Lebensmittelladen versuchen. „Da muss man dann nur noch heißes Wasser zugeben“, weiß Ibrahim Ortacer.

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Anja Rüstmann
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