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Acht Dolmetscher, zehn Sprachen

Vortrag für Flüchtlinge Acht Dolmetscher, zehn Sprachen

Im Haart-Café ging es am Donnerstag zu wie bei einer UN-Vollversammlung. Journalist Reinhard Pohl erläuterte rund 70 Asylsuchenden in kurzen Abschnitten auf deutsch die Grundlagen eines Asylverfahrens. Acht Dolmetscher übersetzten diese in zehn Sprachen und Dialekte.

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Dolmetscher wie Rayana Fakhri (rechts) aus Afghanistan übersetzten im Haart-Café der Diakonie Altholstein Bewohnern der Erstaufnahme in der ehemaligen Scholtz-Kaserne einen Vortrag über das Asylverfahren.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Ein erhebliches logistisches Problem, musste in dem neuen Zentrum der Diakonie Altholstein für Beratung und Betreuung von Flüchtlingen aus der Erstaufnahme in der ehemaligen Scholtz-Kaserne dafür vor dem Beginn gelöst werden. „Die Flüchtlinge mit gleichen Sprachen müssen zusammensitzen. Dort wird dann der jeweilige Dolmetscher die Übersetzung ohne Mikrofon erledigen“, erklärte Rieke Müller, Flüchtlingsberaterin der Diakonie. Also hieß es zum Auftakt: Stühlerücken. Die Dolmetscher suchten sich mühevoll ihre Schäfchen zusammen.

 Da die Diakonie diese erste Informationsveranstaltung in dem vor zwei Wochen eröffneten Beratungszentrum für alle Flüchtlinge, egal aus welchem Land sie kommen, angekündigt hatte, waren so ziemlich alle Nationalitäten vertreten, die derzeit in der Erstaufnahme leben. In insgesamt zehn Sprachen und Dialekten wurde übersetzt: Russisch, Englisch, Albanisch, Arabisch, Tigrinja (Eritrea), Dari und Farsi (Afghanistan, Iran, Irak). In drei kurdische Dialekte musste ebenfalls übersetzt werden. Dazu gehörten Sorani (kurdischer Dialekt im Irak), Kutmanschi (Syrien) und Südkurdisch.

 Rayana Fakhri hatte überwiegend Afghanen um sich geschart. Sie übersetzte die Pohl’schen Ausführungen auf Dari und Farsi (Persisch). Fakhri ist vor 13 Jahren mit ihren Eltern aus Afghanistan geflüchtet. Sie stammt aus der Metropole Mazar-E-Sharif im Norden des Landes. Dort ist die Bundeswehr im Rahmen der Ausbildungsmission „Resolute Support“ derzeit mit rund 900 Soldaten im Einsatz.

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