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Abi-Ballsaison der Superlative in Holstenhallen

Doppelte Jahrgänge Abi-Ballsaison der Superlative in Holstenhallen

Abi-Bälle mit 300 bis 400 Personen auf fast schon kuscheligen 680 Quadratmetern im Holstenhallen-Restaurant Neumünster waren gestern. In diesem Jahr steigen durch die doppelten Abiturjahrgänge von G8 und G9 insgesamt 13 Bälle der Superlative an drei Wochenenden in den Hallen 1, 4 und 5.

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Nina Kazykowski (19, von links), Jessica Watzelt (19) und Lea Albertsen (19) dekorieren die Tische für rund 1100 Gäste.

Quelle: Gunda Meyer

Neumünster. „Vom Aufwand und der Logistik her stehen diese Abi-Bälle denen des Sports oder der Pferdefreunde in nichts nach“, erklärt Holstenhallen-Chef Dirk Iwersen. Freitagmorgen, 10 Uhr, Halle 1: Das Team der Holstenhalle hat volle Arbeit geleistet: Riesige Tischreihen stehen mit Gedecken für rund 1100 Personen auf den 2800 Quadratmetern Hallenfläche. In der Mitte des Saals schwebt die Discokugel über der Tanzfläche. Nebenan ist die Bühne für den DJ aufgebaut. Ein Dekorateur hat die Wände mit schwarzem Stoff abgehängt und Lichterketten mit „Abi 2016“-Schriftzügen angebracht.

Nun rücken die Abiturienten mit Körben voller Vasen, Tischkarten und Deko an und wuseln durch die Halle. Mittendrin stehen die jungen Damen mit Überblick: Nina Kazykowski, Jessica Watzelt und Lea Albertsen koordinieren das 40-köpfige Abi-Komitee der Dahlmannschule Bad Segeberg.

Planungen seit zwei Jahren

„Vor zwei Jahren haben wir bei den Holstenhallen angefragt, seitdem stecken wir in den Planungen“, berichtet Lea Albertsen. Es sei nicht einfach gewesen, eine Location zu finden, die für 186 Abiturienten und ihre Familien Platz bietet. „Wir haben bei der MUK in Lübeck angefragt, aber da reichte der Platz nicht“, erinnert sich Jessica Watzelt.

Der Platzmangel andernorts passt den Holstenhallen gut ins Konzept: „Wir haben nicht nur Anfragen der großen Jahrgänge aus Neumünster, sondern auch aus Bad Segeberg, Itzehoe oder Altenholz“, erklärt Ansprechpartner Christoph Honnen. Die Möglichkeit, mehrere Abschlussbälle dieses Ausmaßes parallel in den Hallen zu veranstalten, habe kaum ein anderer Hallenbetrieb im Land.

„Wir haben Schilder mitgebracht, damit unsere Gäste in die richtige Halle kommen“, sagt Watzelt. Farblich soll auf dem Ball alles hellblau gehalten werden. „Die 108 Tischkarten haben wir von Hand geschrieben“. 38000 Euro haben die Dahlmannschüler für ihren Ball ausgegeben. Noch schnell den roten Teppich ausrollen und dann flugs zum Friseur, bevor am Abend in Ballrobe gefeiert werden kann.

Geliehene Geschirrwaschstraße

Bis es soweit ist, wird in der Küche noch kräftig geschnippelt, gebrutzelt und gerührt. Es riecht nach frischem Brokkoli, Möhren und Rosenkohl. „Allein für dieses Wochenende verarbeiten wir 300 Kilo Gemüse“, erklärt Küchenchef Christian Seeland. Jeder Ball hat eine Speisen-Liste, die parallel von bis zu zwölf Köchen und Aushilfen abgearbeitet werden. Für die Dahlmannschüler gibt es unter anderem Schweinefleisch mit Champignons, Fischpfanne mit sechs verschiedenen Fischsorten, aber auch vegetarische und vegane Speisen.

„Wir fangen schon am Montag an mit dem Einkauf und dann wird ab Mittwoch vorbereitet“, erklärt Gastronomie-Chef Sebastian Auch. Damit alle Speisen frisch auf den Tisch kommen, gibt es Konvektomaten, mit denen man auf die Minute genau garen, braten, schmoren und backen kann. Extra für die drei Abi-Wochenenden haben die Holstenhallen sich eine weitere Geschirrwaschstraße geliehen, damit die rund 4000 Teller pro Ball am nächsten Tag wieder frisch gewaschen zur Verfügung stehen. Und auch die Hallen müssen sofort nach Ende des einen Balls leergeräumt und sauber gemacht werden, damit am Abend der nächste steigen kann.

„Das sind arbeitsreiche Wochen, aber das kennen wir von unseren anderen Veranstaltungen, und das macht Spaß“, sind Dirk Iwersen und Sebastian Auch sich einig.

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In diesem Jahr feiern Abiturienten im XXL-Format. Selbst Tanzsäle großer Hotels sind meist zu klein für die Abi-Bälle. Denn die doppelten Abi-Jahrgänge der Gymnasien, die in diesen Wochen im Norden ihre erfolgreichen Oberstufenabschlüsse feiern, brauchen für ihre Bälle auch fast doppelt so viel Platz.

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