21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
FEK bekommt ärztlichen Direktor

Neumünster FEK bekommt ärztlichen Direktor

Nach 20 Jahren hat der Aufsichtsrat des Friedrich-Ebert-Krankenhauses wieder die Position eines ärztlichen Direktors geschaffen und sie mit Dr. Ivo Markus Heer besetzt. Der 46-Jährige wird weiterhin Chef der Frauenklinik bleiben.

Voriger Artikel
Kita-Betreuerin aus Tansania
Nächster Artikel
Zeitreise zum 888. Geburtstag

Dr. Ivo Markus Heer, neu berufener ärztlicher Direktor des FEK, und Geschäftsführer Alfred von Dollen, dessen Vertrag der Aufsichtsrat bis 2018 verlängerte.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Wir wollen unser medizinisches Leistungsangebot schärfen, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Hauses braucht Beschleunigung“, begründete Geschäftsführer von Dollen den Schritt. Die Neuausrichtung des Führungsgremiums erleichtere diese Aufgaben. Was das Leistungsprofil angeht: Nachdem das FEK bereits Teil eines Traumazentrums ist, das Kontinenzzentrum (in Zusammenarbeit von Urologie, Frauenheilkunde und Geriatrie) schon zertifiziert wurde, soll das onkologische Zentrum zertifiziert und ein Darmzentrum noch in diesem Jahr aufgebaut werden.

 „Team- und Projektarbeit statt Anordnung“ hat sich Heer, seit November 2010 im Hause, für die neue Funktion auf die Fahne geschrieben. Vier Ziele sollen vor allem verfolgt werden: Stärkung der interdisziplinären Arbeit der Fachkliniken, zudem Interprofessionalität, sprich: die Verzahnung von Berufsgruppen, die er gemeinsam mit Christian de la Chaux, Direktor der Pflege, angehen will. Als größter Arbeitgeber in der Stadt verfolgt man als weiteres Ziel: „Wir wollen das beste Ausbildungskrankenhaus im Norden werden.“

 Vor allem gelte es aber, im Bereich der Hygiene neue Standards aufzubauen und ein Risikomanagement zum dem Thema zu betreiben. „Wir stehen nicht schlechter da als andere Häuser, aber das Thema ist in Deutschland lange Zeit unterbewertet worden“, sagte Heer. Es gelte, Strukturen zu schaffen für den Umgang mit Isolation oder die Verabreichung von Antibiotika.

 Für die neue Aufgabe bringt Heer eine besondere Qualifizierung mit: Durch die vor fünf Jahren beendete Ausbildung zum Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen verfügt er über betriebswirtschaftliches Wissen. Neujustierung der EDV und intensive Kontakte zu den niedergelassenen Ärzten nannte er als weitere Projekte.

 In derselben Sitzung hat der Aufsichtsrat des FEK übrigens beschlossen, den Arbeitsvertrag von Alfred von Dollen (64) bis zum Jahr 2018 zu verlängern. Intention dürfte gewesen sein, dass er die Realisierung des FEK-Neubaus, dessen zweiter Abschnitt neu kalkuliert werden muss, noch möglichst lange begleitet.

 Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster mit 1966 Beschäftigten versorgt pro Jahr im Schnitt 25000 Patienten stationär und 55000 ambulant.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige