21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Drei syrische Ärzte eingestellt

Flüchtlings-Ambulanz am FEK Drei syrische Ärzte eingestellt

Die ersten Arbeitsverträge für die Integrierende Ambulanz für Flüchtlinge am Friedrich-Ebert-Krankenhaus sind abgeschlossen: Bisher konnte das FEK drei aus Syrien stammende Ärzte und eine syrische Medizinstudentin als Teilzeitkraft an sich binden.

Voriger Artikel
Webermarkt mit Kostbarkeiten
Nächster Artikel
Museum gehört zu den besten im Land

Ganz in der Nähe des FEK-Eingangsbereichs wird sich in der Nähe der jetzigen Ambulanz auch die zweite Integrierende Ambulanz befinden.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Die stark gestiegenen Flüchtlingszahlen in der Erstaufnahme in der ehemaligen Scholtz-Kaserne am Haart haben sich auch in der Ambulanz des – fast benachbarten – Krankenhauses stark bemerkbar gemacht: Besonders nachts und an den Wochenenden wird die Einrichtung von den Flüchtlingen zu Fuß angesteuert. Im FEK rechnet man mit gut 2000 zusätzlichen Patientenkontakten bis zum Jahresende 2015.

 Wegen Verständigungsschwierigkeiten ist deren Behandlung aber problematisch; längst wird mit Internet basierten Dolmetscherprogrammen gearbeitet. Nun soll Mitte Oktober die Flüchtlingsambulanz, die das Land und das zuständige Landesamt mit knapp 2 Millionen Euro finanzieren, vorerst an den Wochenenden ihre Arbeit aufnehmen.

 „Wir sind mit drei Ärzten, die selbst aus Syrien geflüchtet sind und seit ein bis zwei Jahren in Kiel und Schleswig leben, einig geworden“, sagte FEK-Sprecherin Maren von Dollen. Wegen einer noch ausstehenden Arbeitsgenehmigung wird FEK-Personalchef Gerd Achtenberg Kontakt zum Landesamt für Soziale Dienste aufnehmen. Einer der Ärzte arbeitet schon als Praktikant in der Gefäßchirurgie des Hauses. „Noch suchen wir drei Ärzte für das Team, gern auch deutsche“, meinte von Dollen.

 Was die zehn Pflegekräfte angeht, läuft es bisher nicht ganz so flüssig. Eine syrische Medizinstudentin aus Kiel steigt zum 1. Januar als Teilzeitkraft ein. Eine Irakerin, die Arabisch spricht, wird aus einer Neumünsteraner Arztpraxis dazustoßen. Aus anderen Stationen des FEK haben sich Mitarbeiterinnen gemeldet. Derzeit werden noch fünf Vollzeitkräfte gesucht, möglichst mit Migrationshintergrund. „Damit die Mehrsprachigkeit des Teams gesichert ist.“

 Nach den bisherigen Planungen soll die Integrierende Ambulanz Mitte Oktober ihre Arbeit aufnehmen; zunächst nur am Wochenende. Im ersten Quartal 2016 hofft man, in den Rund-um-die-Uhr-Betrieb einzusteigen. Das Interesse an dem Neumünsteraner Modell ist groß. Als Dr. Ivo Heer, ärztlicher Direktor des FEK, unlängst an der Berliner Charité als Referent eingeladen war, ging es nach seinen Worten „nur um dieses Thema“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Neumünster Events

Veranstaltungen in
Neumünster. Aktuelle
Termine, News, Infos

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3