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DRK dankt den Helfern der Flüchtlinge

Ehrenamt DRK dankt den Helfern der Flüchtlinge

Ohne DRK-Helfer hätte Schleswig-Holstein den enormen Ansturm von Flüchtlingen ab Sommer 2016 nur mit größten Schwierigkeiten bewältigt. Zum Dank hatte der DRK-Landesverband am Freitag Ehrenamtler und Hauptamtliche in die Neumünsteraner Holstenhallen eingeladen, und rund 700 kamen.

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Das Team der Bereitschaft des DRK-Kreisverbands Neumünsters hatte im vergangenen Sommer innerhalb eines Tages einen Sporthallenkomplex zu einer Notaufnahme umngerüstet und fuete sich auf das Fest in der Holstenhalle.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Dankesreden, unter anderem von Innenminister Stefan Studt (SPD), und ein furioser Auftritt einer Abba-Cover-Band umrahmten das Fest. Zu den Gästen gehörte auch Stefan Kummer: Er ist ehrenamtlicher Leiter der Bereitschaft des DRK-Kreisverbands Neumünster. Im Sommer vergangenen Jahres hatte seine 15-köpfige Truppe den Auftrag, in einer Nacht- und Nebelaktion den Sporthallenkomplex einer Schule zu einer Notaufnahme umzurüsten. „Das war keine einfache Aufgabe, da wir quasi nur einen Tag dafür Zeit hatten, den Komplex mit allem Drum und Dran für 600 Flüchtlinge auszurüsten“, berichtete Kummer, der hauptberuflich Rettungssanitäter bei der Berufsfeuerwehr Neumünster ist. Die Begegnungen mit den Flüchtlingen werde er nicht so schnell vergessen. „Ich habe in Gesprächen viel von dem Leid erfahren, dass sie bei ihrer Flucht erlitten haben“, so der Helfer, der gern noch viel mehr darüber berichten würde.

Auch wenn die Zahl der nach Schleswig-Holstein kommenden Flüchtlinge momentan erheblich gesunken ist, werde sich das DRK weiter in erheblichem Maße der Flüchtlingshilfe widmen, meinte DRK-Landesvorstand Torsten Geerdts. „Jetzt geht es darum, die hier lebenden Asylsuchenden in die Gesellschaft zu integrieren“, so Geerdts. Eine Aufgabe, der sich das DRK mit großem Engagement stellen werde.

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Rohlstorf-Warder
Foto: Dajana Kuhn wurde von der Gemeinde Rohlstorf engagiert, um den Helferkreis mit 60 Bürgern zu führen. In diesen Tagen sollen im Bettenhaus des früheren Gasthofs am See in Warder die ersten Asylbewerber einziehen. Das Gebäude gehört dem Kreis. Das Haus leitet das DRK.

Für die bis zu 88 Asylbewerber, die ab dieser Woche in dem ehemaligen Gasthof am See in Warder eine vorübergehende Bleibe finden, haben sich 60 Bürger gefunden, die unterstützen wollen. Mit Dajana Kuhn (33) stellte die Gemeinde sogar eine „Ehrenamtskoordinatorin“ mit einem 450-Euro-Job ein. Ob und wie viele Flüchtlinge kommen werden, ist ungewiss.

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