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Einblicke in alte Industriegeschichte

Neues Fotobuch ab Montag Einblicke in alte Industriegeschichte

Ein Fotokurs der Volkshochschule hat den morbiden Charme der Industriekultur Neumünsters eingefangen. Verlassene Orte wurden in Szene gesetzt. Für ein Fotobuch hat Autor Ulrich Grode einen Text verfasst, der den mehr als 60 Bildern einen besonderen Rahmen gibt. Ab Montag ist „ZeitenWechsel“ zu haben.

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Im alten, rund 1600 Quadratmeter großen Maschinensaal der Tuchfabrik Köster ratterten im vergangenen Jahrhundert die Webstühle. Jetzt stellten sich Kooperationsapartner und Förderer des Fotobuches in der Halle fürs Foto auf (von links): Dr. Uwe Köster, Ulrich Grode, Sünne Höhn, Günter Humpe-Waßmuth, Babett Schwede-Oldehus, Dr. Stephan Kronenberg und Dr. Björn Otte. Auf der Treppe stehen Christine Wilbrandt, Thorsten Kehl und Susanne Bielenberg-Bruhn.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Ob die Tuchfabriken Christian Friedrich Köster in der Gartenstraße und Julius Bartram in der Wrangelstraße, der Wasserturm oder der Ringlokschuppen, die Hinselmann’sche Brauerei, die Lederfabriken Emil Köster und Hermann G. Schmid in der Wrangelstraße oder die Gadelander Dampfmühle: Für die Fotografen öffneten sich die Türen mehrerer denkmalgeschützter Gebäude. Ihre Einblicke präsentierten sie im vergangenen Herbst bei einer Ausstellung im Caspar-von-Saldern-Haus. Jetzt ist etwas Bleibendes entstanden, auf 84 Seiten.

 „Stadtgeschichte zum Anfassen“ nennt es Babett Schwede-Oldehus, Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Kunst. Finanzielle Hilfe kam auch von der Dr. Hans Hoch-Stiftung, der Hermann und Karla Hinrichs-Stiftung und der Stiftung Sparkasse Holstein. Zudem ist das Projekt eine Kooperation zwischen der VHS, dem Kulturbüro und der Unteren Denkmalschutzbehörde.

 Denkmalschützerin Christiane Wilbrandt hat architektonische Beschreibungen der Gebäude und historische Baupläne beigesteuert. „Es haben sehr hochrangige Architekten für die Industriellen in Neumünster gearbeitet“, erklärt sie.

 Uwe Köster, geschäftsführender Gesellschafter der Chr. Friedr. Köster GmbH, findet es interessant, wie aus einem Zweckbau, der mit Engagement und Verve gebaut wurde, ein künstlerisches Objekt geworden ist. Spannende Perspektiven werden aufgezeigt, aber auch Details: vom „Burnout einer Schubkarre“ bis zum verrosteten Fenstergriff.

 ZeitenWechsel / Industriekultur in Neumünster – Annäherungen: Das Buch wird am Sonnabend, 13. September, um 11 Uhr zum Tag des offenen Denkmals in den Räumen der Volkshochschule, Gartenstraße 32, öffentlich vorgestellt. Ab Montag ist es zum Preis von 5 Euro zu kaufen im Museum Tuch + Technik, Buchhandlung Lübbert, Kulturbüro, VHS und Kiek In.

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