19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
120 Seiten Geschichte der THW-Jugend

Neumünster 120 Seiten Geschichte der THW-Jugend

Ekkehart Ulrich ist ein Urgestein des Technischen Hilfswerks (THW). Jahrelang hat der 78-Jährige die Geschichte der THW-Jugend von 1965 bis 2015 zusammengestellt – auf 120 DIN-A-4-Seiten. Beim Bundesjugendlager an den Holstenhallen in Neumünster werden die Bücher jetzt verteilt.

Voriger Artikel
Stadtwerke geben noch keine Entwarnung
Nächster Artikel
Erdogan verteidigt: CDU-Ratsherr empört seine Partei

Mehrere Jahre Arbeit stecken in der Dokumentensammlung über die Geschichte der THW-Jugend, die Ekkehart Ulrich zusammengetragen hat.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Im Januar 1965 gab Hermann Höcherl, Bundesminister des Inneren, einen Erlass heraus: „Ich bitte, ... mit dem systematischen Aufbau einer Jugendorganisation zu beginnen. Ich sehe darin einen entscheidenden Beitrag zur organisatorischen Erweiterung und zur inneren Festigung des THW.“ Da gab es aber schon einige Jugendgruppen. Die erste seit 1957 in Salem (Baden-Württemberg). Am dortigen Internat unterrichtete Ekkehart Ulrich Mathematik und Physik. Der dortige Internatsleiter sah Ulrich als prädestiniert, Stützpunktleiter des THW zu werden. Und damit begann seine Geschichte beim Technischen Hilfswerk.

 1974 kam Ulrich zum Internat Louisenlund an die Schlei. Als Internatsleiter hatte er sich um die Heimerziehung zu kümmern. Auch hier begeisterte er viele Jahre lang die Schüler fürs THW, gründete dafür einen Stützpunkt. Als 1985 das erste Bundesjugendlager veranstaltet werden sollte, rief man Ekkehart Ulrich nach Bayern, um es zu organisieren. „Das heutige Bundesjugendlager ist kein Vergleich zu dem damaligen“, sagt er rückblickend. Der Leitsatz aus den Gründungsjahren „Teamgeist, Zivilcourage und Loyalität sind grundlegende Tugenden der THW-Jugend“ hat aber immer noch Gültigkeit.

 Stolz ist Ulrich auch noch auf seine Louisenlunder Schüler. „Viele Jahre dominierte die Gruppe die THW-Landesjugendkämpfe“, erzählt er. Ulrich wurde Landesjugendleiter in Schleswig-Holstein, lebte das THW. 1991 beendete er seinen aktiven Dienst in der Vereinigung, blieb aber Mitglied. Als Studiendirektor wechselte er von Louisenlund ans Herdergymnasium nach Rendsburg und ging im Jahr 2000 in Pension. „Damals wechselte ich zum THW nach Meldorf“, erzählt „Ekke“.

 Das wandelnde Gedächtnis deckte bei der THW-Jugend vor einigen Jahren große Wissenslücken auf. „Die kannten ihre eigene Geschichte nicht, das ist doch ein Unding!“, sagt er. Die Idee zu dem Buch war geboren. Doch es dauerte einige Jahre, alle Dokumente zu sammeln und zusammenzustellen. Unterstützung bekam er von Hanna Glindemeyer aus Meldorf, stellvertretende Bundesjugendleiterin. Vor einem Monat war das Buch fertig. „Es ist mein erstes, aber auch mein letztes Buch“, erklärt er.

 Und es ist ein Geschenk für alle Jugendgruppen. Beim Bundesjugendlager, das noch bis Mittwoch rund um die Holstenhallen in Neumünster stattfindet, werden die Exemplare verteilt. Wer dabei mit Ekkehart Ulrich ins Gespräch kommt, taucht schnell in die Geschichte der Jugendgruppen ein. Er lebt das Technische Hilfswerk immer noch. Für sein Lebenswerk bekam Ulrich das THW-Ehrenzeichen in Gold von THW-Präsident Albrecht Broemme überreicht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3