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Ex-Schüler helfen Flüchtlingen

Facebook-Gruppe weiter aktiv Ex-Schüler helfen Flüchtlingen

Die Facebook-Gruppe der Flüchtlingshelfer, die sich im Juli während der Noteinquartierung in der Turnhalle der Gemeinschaftsschule Brachenfeld gegründet hatte, macht weiter. Jetzt ist sie auch auf der Homepage der Stadt Neumünster aufgelistet.

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Nur eine von vielen schnellen Hilfe-Lieferungen: Marion Rundmann von der Edeka Nord (von links) mit Stefan Eckner und Britta Häger an der Haupteinfahrt zur Scholtz-Kaserne.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Das ist wichtig, weil längst nicht alle Neumünsteraner, die helfen wollen, Mitglied bei Facebook sind“, findet Stefan Eckner. Der „Abi-Jahrgang 99“ hatte zusammen mit anderen Ex-IGS-Schülern die Initiative gegründet: „Als Gegengewicht zu einem empörten Gedankenaustausch von Eltern via Facebook, die den Sport-Ausfall für ihre Kinder beklagten und sich unflätig über Flüchtlinge geäußert hatten. Schließlich hat unsere Schule ja eine besondere soziale Geschichte.“

 Im Juli wurde nachts spontan dem DRK beim Aufbau von Feldbetten geholfen, Spenden von Hygieneartikeln organisiert, gebrauchte Kinderreisebetten und -spielsachen beschafft. „Die Hilfsbereitschaft war besonders groß bei denen, die selber nicht viel haben. Die haben lieber gespendet, als die Sachen auf dem Flohmarkt zu verkaufen. „Als die Turnhalle wieder geräumt war, stand für die Gruppe fest, dass sie weiterhin rund um die Erstaufnahme im Haart, die auf 1900 Plätze ausgelegt ist und in der bis zu 6000 Menschen untergebracht sind, aktiv bleiben wollte. Den Kern bildet ein siebenköpfiges Team. „Wir administrieren die Internetseite, organisieren und steuern die Aktion“, erklärt Eckner, nach dessen Angaben die Gruppe derzeit 956 Unterstützer hat. „Die Profile von denen, die aufgenommen werden wollen, gucken wir uns genau an“, sagt er. „Nazi-Symbole haben keine Chance.“

 Auf der Grundlage einer Absprache mit dem Landesamt für Ausländerangelegenheiten und dem DRK als Betreuungs-Organisation ist jetzt die Unterstützung für die Klientel in der Erstaufnahme in den Fokus gerückt: „Der ärztliche Dienst hat uns um Unterstützung gebeten: Bodylotion wegen Hautproblemen. Und für die Kinder wegen der langen Wartezeiten Bilderbücher und Wolldecken. Außerdem geht es auch gezielt um die Erstausstattung von Kindern, die auf der Flucht oder im Friedrich-Ebert-Krankenhaus geboren wurden. Also Kapuzenhandtücher, Strampler und warme Overalls für die kalte Jahreszeit“, schildert Mitstreiterin Britta Häger.

 E-Mail-Kontakt:

 fluechtlingshilfe.neumuenster@gmail.com

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
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