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Auf der Suche nach Leichen

Niederdeutsche Bühne Auf der Suche nach Leichen

Thomsen und Greve zu Gast bei der Niederdeutschen Bühne in Neumünster – ein Garant für herrlich makabren Klamauk auf Plattdeutsch. Das Eckernförder Theater-Duo sorgte am Sonntagnachmittag mit seinem schwarzhumorigen Stück „Arven – Graven – Halleluja“ für zahlreiche Lacher.

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Hermann (Joachim Thomsen, links) und Harald (Stephan Greve) haben ein Bestattungsinstitut geerbt. Für jeden gibt es außerdem eine Million Euro, wenn sie bis Jahresende 400 Beerdigungen schaffen.

Quelle: Veronika Sawicki

Neumünster. In der Zwei-Mann-Show geht es um Harald Schwarz (Stephan Greve) und seinen Cousin Hermann (Joachim Thomsen), die von Hermanns Vater ein Bestattungsinstitut erben. Darüber hinaus soll es zusätzlich eine Million Euro für jeden geben, wenn sie es bis zum Ende des Jahres schaffen, die Anzahl der Beerdigungen zu verdoppeln.

 Das Jahr läuft jedoch nur schleppend an, also ist die Kreativität der beiden Bestattungsunternehmer gefragt: Sollen sie im Krankenhaus die gestorbenen Patienten klauen oder doch lieber in der Rechtsmedizin nach Leichen Ausschau halten? Das Publikum bekommt jeweils das Davor und das Danach der teils grotesken Ideen sowie deren Umsetzung auf der Bühne serviert und grölt.

 „Man muss das Gefühl ’rüberbringen, dass mehrere Personen beteiligt sind“, erläuterte Greve die Herausforderung bei einem Stück, das auf lediglich zwei Darsteller reduziert ist. Der 53-Jährige hat die Geschichte – wie die meisten Bühnenwerke des Duos – selbst geschrieben.

 „Wir wollten mit den beiden ein Experiment wagen“, sagte Frank Juds vom Leitungsteam der Niederdeutschen Bühne in Neumünster. Ein Stück, das er zuvor selbst gesehen und von vorn bis hinten als düster-lustig beurteilt hatte, sollte unbedingt in der heimischen Kulisse gezeigt werden, auch wenn das Neumünsteraner Publikum eventuell erst an die spezielle Komik gewöhnt werden müsse.

 Bei den rund 90 Gästen fruchtete das Vorhaben jedenfalls: „Das ist mal was anderes“, zeigten sich Fred und Irmtraut Hoffmann aus Ehndorf begeistert. Für die eifrigen Besucher der Niederdeutschen Bühne dürfe es gern eine Prise schwarzer Humor sein, wichtig sei aber vor allem eins: Theater op Platt.

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Veronika Sawicki

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