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Hilfe hat jetzt ein Zuhause

Neues Zentrum Hilfe hat jetzt ein Zuhause

240 Quadratmeter Platz hat Neumünster der Facebook-Gruppe „Hilfe für die Flüchtlinge in Neumünster“ und dem Verein Openhaart in der Slevogtstraße 31 kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Organisationen wollen dorf ein Zentrum aufbauen, in dem sie ihre Hilfe koordinieren, anbieten und vernetzen können.

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Sichten und sortieren Spenden: Openhaart-Vereinsgründer Roman Wagner (2. von links) und die Leiter der Facebook-Gruppe „Hilfe für Flüchtlinge in Neumünster“ (von links) Bernhard Gerhartz, Bea Gerhartz, Stefan Eckner und Torben Petersen.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Openhaart ist seit Mittwoch ein beim Notar eingetragener Verein, die Gemeinnützigkeit ist auch schon anerkannt. Initiator Roman Wagner, der gerade seine Bachelor-Arbeit in Volkswirtschaftslehre geschrieben hat, weiß sieben weitere Studenten aus Kiel um sich, aber auch 1152 Mitglieder der im Internet gegründeten Facebook-Gruppe. Rund 30 von ihnen trafen sich in den Räumen des ehemaligen Ruthenberger Jugendfreizeitheims, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

 Die Facebook-Gruppe existiert seit Juli vergangenen Jahres und organisiert Sachspenden und andere Unterstützung für die Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung am Haart. Wenn ab Oktober in Neumünster dauerhaft Flüchtlinge untergebracht werden, wollen sich die Helfer auch hier engagieren. Im Moment versorgt die Gruppe Neugeborene mit einer Erstausstattung, hat Spielzeug und Kuscheltiere für die Kinder und übergibt Flüchtlingen Deos – die gehören in Neumünster nämlich nicht zum Hygiene-Starterpaket.

 Zusammen mit Openhaart soll nun auch die Bildung, Integration und Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen aus der Erstaufnahme aber auch aus Neumünster gefördert werden. „Wir brauchen jetzt jeden aus der Gruppe“, sagt Bea Gerhartz, eine der Gruppen-Leiter. Wer spielt mit den Flüchtlingen, wer lernt mit ihnen deutsch? Wer häkelt mit den Müttern, wer sortiert Spenden?

 Montags von 17 bis 19 Uhr finden in der Slevogtstraße 31 Informations- und Vernetzungstreffen statt, dann können auch Spenden abgegeben werden. Ebenso wie zukünftig donnerstags von 14.30 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 15 Uhr. Dann sollen auch Aufräum- und Renovierungsarbeiten im neuen Heim stattfinden. „Bis Ende März dürfen wir die Räume nutzen, dann soll das Haus abgerissen werden“, sagt Bea Gerhartz. Noch hoffen sie auf eine längere Laufzeit, die Stadt hat aber auch schon Alternativen vorgeschlagen.

 Mit einem Hut voll Geld kam Thies Thode zu der Versammlung. 500 Euro hatte er bei der Premiere des Kabarett-Programms „White Hat Club“ im Dezember gesammelt, die er jetzt für die Hilfe für Flüchtlinge spendete. Ebenfalls mit 500 Euro hilft Judith Patten, sie hatte beim Konzert zusammen mit ihrer Schwester Christina und zwei Freunden für diesen Zweck gesammelt.

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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