11 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Fassade, Dach und Fenster komplett saniert

Caritashaus Neumünster Fassade, Dach und Fenster komplett saniert

„Wir hatten hier ein Biotop“, erinnert sich Caritas-Direktorin Angelika Berger an den Zustand des Caritas-Gebäudes in Neumünster vor der Sanierung. Durch die Fenster kam Wasser, Wände waren feucht, das Dach war undicht. In acht Monaten wurde die Gebäudehülle nach historischem Vorbild wieder hergerichtet.

Voriger Artikel
Zum Geheimtipp gemausert: Jazz im Park
Nächster Artikel
Zwei große Projekte ausgebremst

Architekt Ludger Hüttenmüller (von links) zeigt Caritas-Direktorin Angelika Berger und Melanie Müller-Semrau, Leiterin des Ortscaritas-Verbandes Neumünster, auf einem alten Plan, wie das Gebäude im Ursprungszustand 1910 aussah.

Quelle: Gunda Meyer

Neumünster. „Wir haben den Klinker im unteren Gebäudeteil wieder freigelegt“, erklärt Architekt Ludger Hüttenmüller. Gebaut worden war das Haus 1910 in der Linienstraße ursprünglich als Dienst- und Wohngebäude der Eisenbahnverwaltung. In den 60er Jahren erhielt die Fassade dann einen kompletten Anstrich in weiß. „Die Ziegel sind sehr saugfähig. Wir mussten sie abschleifen, dann neu imprägnieren und mit einer neuen Schlemmverfugung versehen“, erläutert Hüttenmüller. Die intakten Holz-Kastenfenster wurden ebenfalls erhalten. Darüber hinaus wurde die Fassade gereinigt und neu gestrichen, Risse geschlossen und Stahlträger im Mauerwerk entrostet. Das Dach erhielt eine neue Tonverziegelung sowie eine energiesparende Dämmung. „Es werden 140000 Kilowattstunden im Jahr eingespart, also fallen 20 Prozent weniger Heizkosten an“, rechnet Hüttenmüller vor.

 Als Denkmal soll das historische Gebäude aber nicht eingetragen werden, da es 1984 schon als Abrissprojekt an die katholische Kirchengemeinde verkauft wurde. 1986 zog die Caritas ein. Heute sind Ambulanter Pflegedienst, Kleiderkammer, der Malteser Hilfsdienst, der Sozialdienst katholischer Frauen und der Caritas Ortsverband auf den drei Etagen untergebracht.

 Die Kosten der Außensanierung beliefen sich auf 352000 Euro, die von der Glücksspirale, dem Erzbistum Hamburg und über einen KfW-Kredit finanziert werden. Eine Umstellung auf LED-Beleuchtung ist ebenso geplant, wie 15 weitere Parkplätze nach der Sanierung der Eisenbahnbrücke im Jahr 2018. Die Bahn wird während der Bauarbeiten den begrünten Platz vorm Haus der Caritas als Lagerplatz nutzen. „Anschließend gestalten wir die Außenfläche neu. Es bleibt Grünfläche erhalten, aber ein Teil wird zu Parkplätzen umgestaltet, die wir für die Besucher der Ambulanten Pflegestation benötigen“, sagt Berger.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
THW-Liveticker!

THW-Spieltage online
live verfolgen, mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3