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Chemieunglück nur eine Übung

Feuerwehr Chemieunglück nur eine Übung

Feuer nach Chemieunglück beim Betrieb Service Logistik GmbH in der Leinestraße: Dieses Szenario wirkte auf 190 Rettungskräfte der Großübung wie ein Déjà-vu aus dem Jahr 2016. Sven Kasulke, Chef der Berufsfeuerwehr, hatte für die Übung das gleiche Szenario angesetzt.

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Der Hof der Betriebsmittel Service Logistik GmbH wurde bei der Großübung der Feuerwehr zum Übungsterrain. Feuerwehrleute legen an der Dekontaminationsstation im Freien einen Verletzen ab.

Quelle: Beate König

Neumünster. 2016 waren bei Personenrettung und Löschaktionen Mängel aufgetreten.

Rauch quoll aus den Toren der Kommissionierhalle des Betriebs auf den Hof. An den Toren des Gebäudes standen Lkw zum Beladen angedockt. Aufgabe für die Berufsfeuerwehrleute, die von den freiwilligen Wehren aus Gadeland und Wittorf, dem Malteser Hilfsdienst, dem Löschzug Gefahrgut Segeberg und dem Rettungsdienst SEG Rettung unterstützt wurden: Elf Vermisste aus dem Gebäude bergen, dekontaminieren und medizinisch versorgen. Dazu den Brand in der Halle und einen Lkw löschen, der Feuer gefangen hatte.

Zwischenbilanz von Thomas Nyfeler, stellvertretender Pressesprecher der Stabsstelle der Berufsfeuerwehr nach der ersten Stunde: „Es läuft besser als im vergangenen Jahr.“ Ein Verletzer war erst nach dem Hinweis eines Beobachters vom Malteser Hilfsdienst auf der Transportliege angeschnallt worden, im Dekontaminationszelt, in dem die Verletzten versorgt werden sollten, war anfangs keine Heizung angeschlossen.

Jedoch hatte die Feuerwehr die Wasserversorgung binnen Minuten für die Löscharbeiten aufgebaut und auf dem Hof für die aus dem Gebäude Geretteten eine Dekontaminationsanlage aufgebaut.

Die Reservistenkameradschaften aus Einfeld und Neumünster mimten die Verletzten. Auch zwei Kinder waren unter den Darstellern, die das Team für Realistische Unfall- und Notfalldarstellung (RUND) vom Malteser Hilfsdienst geschminkt hatte. „Wir wollten unseren Papa besuchen, wir können uns an nichts erinnern, auf einmal lagen wir auf dem Boden“, hatten die jungen Mimen Neele (12)  und Noah Bunge (11) ihren Rettern erzählt.

Am frühen Morgen war über Radio und per Twitter die Großübung landesweit bekannt gemacht worden. Anwohner sollten beruhigt werden, das die Einsatzwagen nicht zu einer realen Schadenslage unterwegs waren.

Feuer nach Chemieunglück beim Betrieb Service Logistik GmbH in der Leinestraße: Dieses Szenario wirkte auf 200 Rettungskräfte der Großübung wie ein Deja Vu aus dem Jahr 2016. Sven Kasulke, Chef der Berufsfeuerwehr, hatte für die Übung das gleiche Szenario angesetzt.

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