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Türkische Kameraden noch selten

Feuerwehr Tungendorf Türkische Kameraden noch selten

Die Bemühungen des Stadtfeuerwehrverbands Neumünster, türkische Mitbürger als Aktive für die freiwilligen Feuerwehren zu werben, tragen Früchte. Bei der Jahresversammlung der Wehr Tungendorf-Stadt wurde jetzt Sezgin Yalcin verpflichtet.

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Stadtbrandmeister Klaus-Peter Jürgens (links) überreichte bei der der Feuerwehr Tungendorf-Stadt dem türkischstämmigen Sezgin Yalcin die Ernennungsurkunde.

Quelle: Leng

Neumünster. Mit sichtlichem Stolz warteten am Freitag Kevin Kils, Sven Berghofer, Patric Tychsen und Sezgin Yalcin darauf, dass sie von Stadtbrandmeister Klaus-Peter Jürgens die Ernennungsurkunden zum Feuerwehrmann überreicht bekommen. Dass mit dem 43-jährigen Yalcin ein türkischstämmiger Neumünsteraner verpflichtet wurde, hat noch Seltenheitswert. „Wir bemühen uns seit Jahren, bei den türkischen Verbänden das Interesse für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst zu wecken“, berichtete Peter Kleinjung vom Stadtfeuerwehrverband. Die Vorbehalte seien groß, da in der Türkei das Feuerwehrwesen streng militärisch organisiert sei, und das überwiegend auf Ablehnung stoße.

 „Ist erst ein direkter Kontakt zu einer unserer Wehren zustande gekommen, sind diese Vorbehalte meistens schnell abgebaut“, so der Sprecher des Stadtfeuerwehrverbands. Innerhalb von zwei Jahren stieg bei den Wehren die Zahl der Aktiven mit Migrationshintergrund von einem auf mittlerweile acht. Große Hoffnungen setzt Peter Kleinjung dabei auf die vier Jugendfeuerwehren, in denen sich zunehmend Jugendliche aus türkischen Familien engagieren.

 Es gebe aber auch auf Seiten der Wehren Vorbehalte wie Gebetsräume müssten eingerichtet werden, kein Alkohol mehr bei Festen oder Schweinefleisch müsse vom Speisezettel gestrichen werden, so Kleinjung. Nach ersten Kontakten mit türkischen Anwärtern seien diese Befürchtungen schnell verflogen.

 Sezgin Yalcin ist stolz, es endlich zum Feuerwehrmann geschafft zu haben. „Ich bin vor zwei Jahren bei einem türkischen Fest an einem Infostand angesprochen worden“, berichtete der Tungendorfer. Mit dem Gedanken habe er sich aber schon länger auseinandergesetzt. Seine Familie habe ihn bei seiner Entscheidung unterstützt.

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