9 ° / 0 ° Regenschauer

Navigation:
Drei Bilder fürs Textilmuseum

Neumünster Drei Bilder fürs Textilmuseum

Eigentlich sammelt das Museum Tuch + Technik in Neumünster keine bildende Kunst. Doch dann wurden Museumsdirektorin Astrid Frevert drei Gemälde von Max Werner angeboten, die in der ehemaligen Köster’schen Villa am Mühlenhof 50 hingen. Die Fielmann AG kaufte die Bilder und schenkte sie Tuch + Technik.

Voriger Artikel
Lkw kollidiert mit Rind
Nächster Artikel
Drinnen shoppen, draußen swingen

Ute Mathesdorf (links) ist die bisherige Eigentümerin der drei Gemälde gewesen. Mit Hilfe der Fielmann AG vertreten durch den Neumünsteraner Filialleiter Marian Bülow konnten sie jetzt an Tuch + Technik-Museumsleiterin Astrid Frevert übergeben werden. Links zeigt das Bild Christian Friedrich Köster, daneben Bruno Köster. Wer der Mann auf dem rechten Bild ist, ist (noch) unbekannt.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Die Bilder zeigen die Fabrikanten Christian Friedrich Köster und dessen Sohn Bruno. Nur wer ist der dritte Mann? Astrid Frevert hofft auf Tipps. Ute Mathesdorf weiß es nicht. Anfang der 80er-Jahre kaufte sie die Villa, lebte und arbeitete mit ihrer Familie dort. Die drei Bilder hatte der Vorbesitzer in dem Haus gelassen. „Der Maler Max Werner hat mir was bedeutet“, sagt sie. Jetzt verkauft sie die Villa, und die Gemälde kann sie in ihr neues Domizil nicht mitnehmen.

 „Stadtgeschichte liegt uns nun mal am Herzen“, sagt Astrid Frevert, und dazu gehöre auch die Geschichte der Familie Köster, die ihre große Leder-Fabrik an der Garten-/Ecke Schützenstraße hatte. Im Museum hängt bereits ein riesiges Max-Werner-Gemälde mit dem Titel „Rauchende Schlote“ – eine Stadtansicht von 1927. Bruno Köster war von Mai bis 20. Juli 1945 auch kurzzeitig Oberbürgermeister von Neumünster.

 „Wir haben als Museum keinen eigenen Sammlungsetat“, erklärt Astrid Frevert, also ist kein Geld für den Ankauf von Gemälden da. Hier springt die Fielmann AG ein, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, Museen zu unterstützen – mit Geschenken, auch mal mit Restaurationen. Jürgen Ostwald, der für diese Schenkungen zuständig ist, sagte sofort zu. „Das ist ein Rettungskauf“, erklärt er, damit die Gemälde von Max Werner nicht verloren gehen. Marian Bülow, Leiter der Neumünsteraner Fielmann-Filiale, freut sich über die Kooperation mit dem Museum.

 Und wer ist nun der dritte Mann? Das Museum freut sich über Tipps unter Tel. 04321/559580, vielleicht erkennt ihn jemand. Ausgestellt werden die drei Gemälde erst einmal nicht, sie müssen noch zum Fielmann-Restaurator um kleine Schadstellen auszubessern. Aber vielleicht gibt es irgendwann eine Max-Werner-Sonderausstellung. Zwei Gemälde von ihm hat Jürgen Ostwald noch gekauft, auch die würde er dem Museum schenken ...

 Max Werner (1879-1952) hat einen großen Teil seines Lebens in Neumünster verbracht. Der Maler soll an der Kunstakademie Berlin bei Walter Leistikow studiert haben, ab 1906 arbeitete er als freischaffender Maler in Reinbek. 1915 kam er zum Militärdienst nach Neumünster, wo er hauptsächlich die Offiziere des 163. Infanterie-Regiments porträtierte. Nach 1918 ließ er sich als freischaffender Künstler in Neumünster nieder, lebte am Großflecken. Zu seinen Arbeiten zählen Porträts und Landschaften in spät-impressionistischer Manier.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Neumünster Events

Veranstaltungen in
Neumünster. Aktuelle
Termine, News, Infos

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3