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Neue Erstaufnahmen sollen Lage verbessern

Flüchtlinge in Schleswig-Holstein Neue Erstaufnahmen sollen Lage verbessern

Turnhallen, Zelte, Container — bei der Unterbringung von Flüchtlingen ist Improvisation gefragt. Die regulären Unterkünfte für die Erstaufnahme sind überfüllt. Im Norden zeichnen sich aber auch gewisse Entlastungen ab — mit neuen Unterkünften.

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Neue Unterkünfte sollen in den nächsten Wochen in Schleswig-Holstein die überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge entlasten.

Quelle: Boris Roessler/ dpa/ Archiv

Neumünster. Neue Unterkünfte werden in den nächsten Wochen die überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein entlasten. Jeweils 500 neue Asylbewerber sollen vom 1. September an in Kiel und vom 1. Oktober an in Eggebek unterkommen. Beide Standorte dienen solange als Übergangslösungen, bis in Kiel und Flensburg neue reguläre Einrichtungen fertig sein werden.

Derzeit leben allein in zentralen Erstaufnahmen in Neumünster und Boostedt zusammen rund 2400 Flüchtlinge, wie eine Sprecherin des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Noch Anfang des Jahres war die bis dato einzige Erstaufnahme des Landes in Neumünster nur für 650 Menschen ausgelegt.

Seit Mitte Juni gibt es zusätzlich eine Einrichtung in Seeth (Kreis Nordfriesland) mit derzeit 450 Asylbewerbern. Die meisten Flüchtlinge werden nach Behördenangaben im Durchschnitt nach zwei bis drei Wochen weiter auf die Kommunen verteilt. Das von Innenminister Stefan Studt (SPD) angestrebte Ziel ist eine Verweildauer von sechs Wochen, damit sich Asylbewerber und Kommunen besser vorbereiten können. „Dies bleibt auch weiterhin unsere Zielmarke“, sagte Ministeriumssprecher Thomas Giebeler. „Mit der Inbetriebnahme der neuen Erstaufnahmeeinrichtungen wird es Entlastungen geben.“

In den ersten sieben Monaten des Jahres kamen rund 9000 neue Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein. 2014 waren es im ganzen Jahr 7620 gewesen. Für 2015 rechnet die Landesregierung mit 20 000. Die deutlich gestiegenen Zahlen zwingen zur Improvisation: So mussten bis zu 350 neu angekommene Flüchtlinge seit dem zweiten Juli-Wochenende in dem Sporthallenkomplex einer Gemeinschaftsschule in Neumünster untergebracht werden. Höchstens zehn Tage waren dafür zunächst geplant; jetzt soll das Provisorium Ende nächster Woche aufgehoben werden — nach fünf Wochen.

Zu den Übergangslösungen gehören auch vier 50-Mann-Zelte in Neumünster, die voll belegt sind. Am 1. September soll dort ein neues festes Gebäude eröffnet werden, um die Situation etwas zu entspannen.

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