8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Feuerübung im Spezialcontainer

Freiwillige Feuerwehr Bönebüttel Feuerübung im Spezialcontainer

Heftiger Brand im Keller eines Einfamilienhauses: Christian Marquardt und Dominik Neumann von der Freiwilligen Feuerwehr Bönebüttel stehen in ihrer schweren Einsatzkleidung bereit. Konzentriert wird das Atemgerät überprüft, die Maske aufgesetzt, der korrekte Sitz der Flammschutzhauben kontrolliert.

Voriger Artikel
Lagerhalle im Stadtgebiet brennt aus
Nächster Artikel
Dach von Einfamilienhaus brennt

 Mächtiger Knall: Ein Einsatztrupp mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, versucht in einem Übungs-Brandcontainer das Durchzünden von Brandgasen mit einem Wasserstoß zu bekämpfen.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Mit einem Strahlrohr in der Hand öffnen sie vorsichtig im Erdgeschoss die Tür zum Keller. Ein kurzer Wasserstoss in den Treppenniedergang, Rauch steigt auf. Die Treppe brennt. Mit weiteren Wasserstössen löschen sie die brennende Treppe ab und suchen sich im Dunkeln den Weg zu den Brandnestern. Natürlich im Kriechgang, denn es besteht die Gefahr der Durchzündung von Brandgasen unter der Kellerdecke, das zu einem explosionsartigen Feuer führt. Wer da seinen Kopf zu hoch hält, läuft Gefahr schwere Verbrennungen zu erleiden.  Plötzlich erschüttert ein lauter Knall die Kellergewölbe. Brandgase haben sich durchgezündet. Während Neumann nach hinten absichert und beobachtet ob sich auf ihrem Rückzugsweg neue Feuernester bilden, löscht Marquardt ein plötzlich brennendes Sofa. Im Keller geht nach rund 20 Minuten das Licht an. Aus Lautsprechern verkündet eine Stimme den beiden Feuerwehrmännern, dass sie den Brand gelöscht haben. „Das habt ihr gut  gemacht. Für Euch ist die Übung beendet“, verkündet Einsatzleiter Thomas Römer von der Neumünsteraner Berufsfeuerwehr.

Es war nur eine Übung, aber eine sehr realistische. Dafür hatte die Berufsfeuerwehr über das Wochenende einen Spezialcontainer einer Fachfirma gebucht. In einem Computer gesteuerten Leitstand kann  Juan Gomez in dem rund 40 Quadratmeter großen Container verschiedene Brandszenarien steuern. „Dafür werden Gasbrenner eingesetzt“, erklärt Gomez. Natürlich sei alles so ausgelegt, dass die Übungsteilnehmer in keinem Moment einer Gefahr ausgesetzt sind. 

Dass es nur eine Übung ist, hatten Marquardt und Neumann bereits nach wenigen Momenten, nachdem sie in den Container eingestiegen waren, vergessen. „Das war sehr realistisch“, berichteten die beiden Atemschutzträger als sie sich nach der Übung mächtig schwitzend mit Mineralwasser ihren Durst löschten. Insgesamt 150 Atemschutzträger der Berufsfeuerwehr, aller Neumünsteraner Freiwilligen Wehren und der Padenstedter sowie Bönebüttler Blauröcke nutzten die Gelegenheit, ihr Können bei der Brandbekämpfung auf den Prüfstand zu stellen und zu verbessern.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3