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Wenn Cheerleader fliegen ...

Fünf Teams fahren nach Hamburg Wenn Cheerleader fliegen ...

Die Mädchen schwingen sich auf in atemberaubende Höhen, balancieren auf den Handflächen anderer Sportlerinnen, werden in die Luft geschleudert, als ob sie auf dem Trampolin hüpfen, und landen federnd auf der Turnmatte. Fünf Cheerleader-Teams aus Neumünster fahren am Sonnabend zu den Regionalmeisterschaften.

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Knallig rot und mit Krone: Die Crowns vom SV Tungendorf lassen auch die Haare fliegen.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Sie nennen sich Smileys, Sweethearts, Delicious und Topics und sind die vier Cheerleader-Mannschaften vom SC Gut Heil Neumünster. Auch die Crowns vom SV Tungendorf sind in der Sporthalle der Freiherr-vom-Stein-Schule aufgelaufen, um vor Freunden und Familien noch einmal zu proben.

Neumünster . Die Mädchen schwingen sich auf in atemberaubende Höhen, balancieren auf den Handflächen anderer Sportlerinnen, werden in die Luft geschleudert, als ob sie auf dem Trampolin hüpfen, und landen federnd auf der Turnmatte. Fünf Cheerleader-Teams aus Neumünster fahren am Sonnabend zu den Regionalmeisterschaften.

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 „Wo soll ich denn meine Brille hinlegen?“, fragt ein junges Mädchen, eine andere zupft ihren Zopf zurecht, der mit einer lila Schleife verziert ist. Diese Farbe macht sie zu einer aus dem Team Delicious. Ein zehnjähriges Mädchen trägt stolz silbernen Glitzer-Lidschatten, ihre langen Haare fallen in dekorativen Locken auf den Rücken. Alle Mädchen haben sich hübsch gemacht, sitzen nun im knappen Sport-Dress auf dem Hallenboden und warten auf ihren Auftritt.

 Sind lange Haare eigentlich Pflicht und Voraussetzung, um ein Cheerleader zu werden? „Natürlich nicht, wir nehmen jeden auf. Aber tatsächlich lassen sich selbst die Mädchen mit kurzen Haaren ganz schnell eine lange Mähne wachsen“, berichtet Silka Seehawer. Ihre Tochter gehört zur Gut-Heil-Mannschaft, sie selber bezeichnet sich als Team-Organisatorin, koordiniert Treffen, bereitet Fahrten vor, bucht Busse.

 „Die Mädels sind so etwas von aufgeregt“, sagt Vanessa Schönrogge, Trainerin der Topics, bei denen Mädchen und Frauen im Alter von 16 bis 31 Jahren puren Leistungssport präsentieren. Am Sonnabend geht es gemeinsam nach Hamburg in die Alsterdorfer Sporthalle, um sich mit anderen Cheerleader-Gruppen des Verbandes in verschiedenen „Levels“ zu messen.

 Die Jüngste ist gerade fünf Jahre alt geworden und hüpft mit den Smileys durch die Turnhalle. Bei den Sweethearts ist der einzige Junge mit von der Partie. Alle Gruppen haben ihre unterschiedlichen Schlachtrufe. Doch am lautesten schreien die Crowns ihre Motivation heraus, geradezu ohrenbetäubend. „Das wird am Sonnabend den ganzen Tag so gehen, am Sonntag braucht man dann eine Kopfschmerztablette“, sagt Silka Seehawer, die bei der Organisation der Generalprobe alle Hände voll zu tun hat. Sie will überall gleichzeitig sein und muss nun auch noch ein Mädchen trösten, weil eine Pyramide etwas wackelig war und der Auftritt nicht so glatt lief wie erhofft.

 Das Publikum johlt trotzdem, feuert an und klatscht begeistert Beifall. Und bei der Meisterschaft steht dann auch die Pyramide. Da ist sich Trainerin Vanessa sicher. Außerdem haben alle eine Glitzerschleife als Glücksbringer bekommen. Hat es schon schlimmere Unfälle gegeben? „Nein, vielleicht mal einen blauen Fleck“, überlegt sie. Erstaunlich, bei den sportlichen Leistungen, die die Mädchen auf die Turnmatte zaubern. Völlig atemlos sinken sie nach dem Auftritt zusammen. Ein Delicious-Mädchen ist ehrlich: „Uns ist schlecht von der Anstrengung.“ Aber es hat sich gelohnt. Die Vorstellung sah atemberaubend aus.

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