12 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Die Campuspark-Academie kommt

30-Millionen-Euro-Projekt Die Campuspark-Academie kommt

Auf dem Gelände der Ex-Standortverwaltung an der Memellandstraße will die Stadtparkviertel-Entwicklungsgesellschaft ein Therapie- und Gesundheitszentrum mit angegliederter Campuspark-Academie für die Ausbildung in medizin-therapeutischen Berufen realisieren. Geplante Investitionssumme: 30 Millionen Euro.

Voriger Artikel
SWN buddeln auf dem Großflecken
Nächster Artikel
Gleisanschluss für Kulturlokschuppen

Auf 26150 Quadratmetern sollen Campus, Therapie sowie barrierefreies Wohnen kombiniert werden.

Quelle: Architekten Allianz Lejeune & Pflüger

Neumünster. „Der Campuspark soll die Elemente Arbeiten, Lernen und Wohnen optimal miteinander verbinden“, erläuerte Uwe Döring, der als externer Berater mitwirkt und Thomas Hüstreich, Betreiber des Eutiner A-K-tiv Therapiezentrums und Entwicklungsgesellschafter vor drei Jahren für den Standort Neumünster begeistern konnte.

 Erste Grundstückspläne auf dem brach liegenden „Filetstück“ Hindenburg-Kaserne mussten nach langen Gesprächen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima ) aufgegeben werden. Dann brachte die Stadt die Standortverwaltung ins Spiel. Auf einem Areal von 26150 Quadratmetern sollen Campus, Arztpraxen und Therapie in Kombination mit studentischem und barrierefreiem Wohnen architektonisch einheitlich umgesetzt werden.

 „Mit der überregional ausgerichteten Academie möchten wir die Ausbildungsberufe wie Physio-, Ergotherapeut und Logopäde, die heute schon Mangelware sind, auf ein internationales Niveau heben und die herkömmliche Ausbildung so ausbauen, dass wir den Durchstieg zur Universität haben“, erklärte Hüstreich. Kontakte zu Universitäten mit Master- und Bachelorstudiengängen könnte das Wissenschaftsministerium vermitteln. Außerdem soll das neue Berufsbild des Vitaltherapeuten entwickelt werden.

 Ein Kooperationsvertrag mit dem University College Syddanmark über den Austausch von Lehrkräften, Studenten und Praktikanten wurde am Donnerstag in Haderslev unterzeichnet. Das Europaministerium in Kiel unterstützt das „Leuchtturm-Projekt“, das im Juni bei einem Kongress in Flensburg vorgestellt wird. Förderung über das EU-Programm Interreg ist im Gespräch. Und dank vieler interessierter Investoren soll es möglich sein, die derzeitigen Ausbildungskosten für die Schüler in Höhe von 450 Euro im Monat spürbar zu senken.

 In die Vernetzung von Bildungsangeboten wird Prof. Jens Bothe, früher Lehrstuhl Krankenhausmanagement der FH Flensburg, Knowhow einbringen. Eine Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Ebert-Krankenhaus und einem Regionalen Bildungszentrum ist fest geplant. „Der Notartermin über den Grundstückskauf findet statt, wenn Oberbürgermeister Olaf Tauras wieder gesund ist“, sagte Döring. Bei positivem Verlauf des Bauplanverfahrens könnten die ersten 60 Ausbildungsplätze im Bereich Physio-/Ergoptherapie in zwei Jahren angeboten werden.

 Für Neumünster ist das Projekt allerdings auch mit einem Verlust verbunden: Um in keinen Interessenkonflikt zu geraten, zieht sich der externe Berater Uwe Döring, der nach der Kieler Zeit als Minister wieder den SPD-Fraktionsvorsitz übernommen hatte, aus der Kommunalpolitik zurück. „Die Ratsversammlung am 26. April ist meine letzte.“ Er geht mit einem weinenden Auge. „Aber solch eine Herausforderung wird es in meinem Alter nicht noch einmal geben“, sagte der 69-Jährige.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3