3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Fundtiere in Neumünster brauchen neue Auffangstelle

Notlösung Container Fundtiere in Neumünster brauchen neue Auffangstelle

Die Stadt Neumünster hat ein Problem. Ein Problem mit den Fundtieren. Seit Schließung der Tierauffangstelle im August 2016 hat der Verein Tierhilfe gefundene Tiere aufgenommen, bevor sie ans Kieler Tierheim Uhlenkrog weitergereicht wurden. Zum 1. März quittierte der Verein den Dienst.

Voriger Artikel
Unfallverursacher gesucht
Nächster Artikel
Geschlossenheit in der Belegschaft

Ab 1. März kann der Tierhilfe-Verein nicht mehr als erste Anlaufstelle für in Neumünster gefundene Tiere helfen. Deshalb hat die Stadt einen Container an der Färberstraße aufstellen lassen. Von dort holt das Kieler Tierheim die Fundtiere ab.

Quelle: Gunda Meyer

Neumünster. Wohlgemerkt den ehrenamtlichen Dienst. „Ich bin müde und überlastet“, sagt die Vorsitzende Susanne Eckmann nach sieben Monaten. Wohin jetzt mit den Fundtieren? Am 28. Februar noch wurde ein Container geordert, der in der Färberstraße auf dem Gelände des Gefahrenabwehrzentrums (GAZ) aufgestellt wurde.

Kommunen sind per Gesetz verpflichtet, gefundene Tiere aufzunehmen und unterzubringen. Das ist Sache der Ordnungsbehörden. Bisher hat die Stadt Neumünster Geld dafür bezahlt, damit Dritte ihr die Tiere abnehmen. Bis August bezahlte die Stadt den Tierschutzverein, der die Tierauffangstelle in der Geerdtsstraße 61 betrieb. Dann schloss die Veterinäraufsicht der Stadt die Einrichtung wegen baulicher, hygienischer und personeller Defizite. Es wurde ein Vertrag mit dem Kieler Tierheim geschlossen. Erste Anlaufstelle wurde der Verein Tierhilfe in Neumünster. Eine Übergangslösung.

Eine lokale Dauerlösung wurde so schnell nicht gefunden, der Vertrag mit den Kielern zum Jahresbeginn noch einmal um drei Monate verlängert. Und auch die Tierhilfe half weiterhin mit ehrenamtlichen Kräften, die sich in der Freizeit um das Wohl der Fundtiere kümmerten. Einen Monat lang muss das Kieler Tierheim Uhlenkrog die in Neumünster aufgegriffenen Tiere noch unterbringen. „Ab April kann ich das nicht mehr gewährleisten“, sagt Tierheimleiterin Elisabeth Haase. Zumindest für Katzen nicht. „Hunde und Kleintiere wie Vögel, Kaninchen oder Meerschweinchen können wir aber noch bis Ende des Jahres aus Neumünster aufnehmen“, erklärt sie.

Das bringt die Stadt also binnen Monatsfrist in die Bredouille. Dass zum 1. März auch der Verein Tierhilfe nicht mehr kann, zwang sofort zum Handeln. Ordnungsamtsleiter Holger Schwark arbeitete am letzten Februartag fieberhaft an einer Übergangslösung. Mittags war ein Container Richtung Neumünster unterwegs. „Damit schaffen wir eine Erstanlaufstelle. Das Tierheim Uhlenkrog ist in die Bresche gesprungen und holt von dort die Tiere ab“, berichtet er. Container-Standort ist die Färberstraße 133. Direkt am Gefahrenabwehrzentrum, hinter der Einfahrt, ist der kleine blaue Container dann aufgestellt worden. Wer ein Tier findet, muss sich ab sofort an die Feuerwehr wenden, die unter Tel. 33220 zu erreichen ist.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3