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Wehr-Fusionen denkbar

Neumünster Wehr-Fusionen denkbar

Umgehend nach der Sommerpause wird eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Sven Kasulke, Chef der städtischen Berufsfeuerwehr, eine Bachelorarbeit analysieren, die sich mit der Zukunft der freiwilligen Feuerwehren in Neumünster beschäftigt.

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Im Mai feierte der Stadtfeuerwehrverband 150-jähriges Bestehen. Jetzt steht eine Zusammenlegung der freiwilligen Wehren in den Stadtteilen im Raum.

Quelle: Sven Janssen

Neumünster. Dass deren Fortbestand in der jetzigen Form nicht funktionieren wird, hatte Kasulke am Dienstagabend in Brandschutzausschuss mehr als deutlich gemacht. Demografischer Wandel und Wegzug von jugendlichen Nachwuchskräften, wenn Schule oder Ausbildung absolviert sind, sind die Hauptgründe. „Wir kriegen weniger Kinder und Jugendliche in die Feuerwehr, und die Erwachsenen brechen uns weg.“ Der Verlust liegt stadtweit bei drei Kameraden im Jahr. Ein weiterer Faktor: „Die Generation Y will keine feste Bindung an Hilfsorganisationen mehr eingehen.“

 Das Durchschnittsalter von 36 bis 46 Jahren in den Wehren gibt Kasulke ebenfalls zu denken. Zudem seien die Standorte der Wehrhäuser in Neumünster „historisch gewachsen, nicht einsatz-taktisch verteilt“. Noch, so der BF-Chef, stehe man nicht unter Zeitdruck. „Aber freiwillige Wehren, die nicht zu Veränderung bereit sind, wird es in zehn Jahren nicht mehr geben.“

 Erste Signale gab es bereits aus einer Klausurtagung. Denkbar: Zusammenlegung der Wehren Gadeland und Wittorf mit nur einer gemeinsamen Adresse. „Wer sagt: Wir werden aufgelöst, ich geh da nicht mit rüber, hat die völlig falsche Einstellung“, warnte Stadtbrandmeister Klaus-Peter Jürgens. Erste Reaktionen der Wehren gab es bereits: Stadtmitte und Brachenfeld, heute schon gemeinsam im Einsatz, sind grundsätzlich zur Fusion bereit.

 Jürgens’ Einschätzung, dass Neumünster in dieser Thematik den anderen kreisfreien Städten bei der Suche nach einer Lösung voraus ist, beurteilt Kasulke genauso. Er ist sich jetzt schon sicher: „Wir werden die Bachelorarbeit nicht voll umsetzen, aber zu Rate ziehen.“

 Der Arbeitsgruppe gehören neben Kasulke und Jürgens auch Stadtrat Oliver Dörflinger und je ein Vertreter der sieben freiwilligen Wehren an, die jeweils wieder interne Arbeitsgruppen bilden können. Dem Ausschuss soll regelmäßig Bericht erstattet werden.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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