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Gartenstädter wollen Einfluss

Neumünster Gartenstädter wollen Einfluss

Der Stadtteilbeirat Gartenstadt pocht darauf, dass die Stadtverwaltung zur weiteren Entwicklung des Areals der ehemaligen Gießerei Stockguss zeitnah eine öffentliche Anhörung organisiert.

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Was wird aus dem ehemaligen Stockguss Gelände? Der Stadtteilbeirat Gartenstadt fordert die Stadtverwaltung auf, dazu eine öffentliche Anhörung zu organisieren.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Das Gelände sieht aus, als warte es nur auf den Baustart: Sauber planiert harrt das einstige Stockguss-Areal an der Rendsburger Straße auf eine bessere Zukunft. Nachbarn wundern sich schon lange. Bereits vor einem Jahr räumten auf dem gut vier Hektar großen Gewerbegebiet die Bagger einer Abbruchfirma kräftig auf und anschließend das Feld. Eine Investorengruppe hatte, wie berichtet, angekündigt, dort Einzelhandel anzusiedeln. Doch seitdem herrscht Grabesstille. Dem Stadteilbeirat der Gartenstadt ist das nicht geheuer, wie sich jetzt auf der Sitzung am Mittwoch herausstellte.

„Wir müssen dafür kämpfen, dass die Belange der Gartenstadt bei der Überplanung des Areals berücksichtigt werden“, legte Karl Feldmann-Jäger (SPD) mit einem langen Vortrag los. Da das Stockguss-Gelände und benachbarte Grundstücke, die noch von Firmen genutzt werden, baurechtlich ein Gewerbegebiet sind, könnte ein Investor dort zum Beispiel ohne Probleme eine Fensterfabrik errichten. „Der Stadtteilbeirat hätte bei der jetzigen Widmung des Areals, keine Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen“, mahnte Feldmann-Jäger. Man müsse etwas unternehmen, bevor es zu spät sei und die Gartenstädter vor vollendete Tatsachen gestellt würden. Er regte an, dass der Beirat eine öffentliche Anhörung mit allen Beteiligten, darunter der Stadtverwaltung und potentiellen Investoren, bis spätestens Ende Juni auf die Beine stellt.

Stadtteilvorsteher Martin Kriese (CDU) lehnte das ab. Es wäre sinnvoller, damit die Verwaltung zu beauftragen, da sie die Kontakte zu den Investoren habe und eine Anhörung professionell vorbereiten könnte. Der Zeitplan sei außerdem viel zu kurzfristig. Nach langer Diskussion beschloss der Beirat einstimmig, die Stadtverwaltung zu bitten, bis September eine Anhörung auf den Weg zu bringen.

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